THEMEN

Selbsthilfe für Stomaträger www.Stoma-Forum.de
Fragen@Stoma-Welt.de
Telefon: 0800 200 320 105

ÜBER STOMA-WELT.DE

Unser Selbsthilfeangebot ist auf Ihre Hilfe angewiesen. Unterstützen Sie uns mit einer Spende an den Selbsthilfeverein Stoma-Welt e.V.:

Ja, ich möchte jetzt spenden!
weiter zur Seite des Aspirin-Sozialpreis 2012

SPONSOREN

Stoma-Welt.de wird von folgenden Unternehmen unterstützt:

weiter zu Stoma-Welt.de auf Facebook weiter zu Stoma-Welt.de auf YouTube

VERANSTALTUNGEN

ARCHIV

Die UPD ist wieder am Start

15. Februar 2011 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Ab heute ist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) unter der bekannten Hotline-Nummer wieder erreichbar.

Unabhängige Patientenberatung Deutschland UPD

Suchten Patienten in den vergangenen Jahren Unterstützung, weil sie beispielsweise einen Behandlungsfehler vermuteten oder es mit der Krankenkasse Streitigkeiten um eine Kostenerstattungen gab, konnten sie sich an die Beratungsstellen der UPD wenden. Aber seit dem 31.12. des letzten Jahres waren die Pforten verschlossen, die Telefonummern nicht mehr erreichbar. Und auf der Internetseite war lediglich der knapppe Hinweis zu lesen, dass man sich neu organisiere.

Tatsächlich war die UPD bisher ein zeitlich befristetes Modellprojekt. Allerdings hatte sich gezeigt, dass ein großer Bedarf an unabhängiger Beratung und Orientierungshilfe unter Patienten besteht. Deshalb wurde das Angebot der UPD mit dem am 1.1.2011 in Kraft getretenen Arzneitmittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) gesetzlich fest verankert. Allerdings musste zuerst die Trägerschaft neu vergeben werden, was den Neustart hinauszögerte.

Ab heute ist die kostenlose Beratungs-Hotline unter der Nummer 0800 0117722 wieder online. Auch die Internetseite www.upd-online.de soll in Kürze wieder aktuell informieren.

Auch sollen die Probleme der Patienten ein stärkeres Gehör finden. “Zukünftig wird die UPD mir über die zugetragenen Beschwerden berichten. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, notwendige Handlungsoptionen mit den Beteiligten direkt oder durch Gesetzesänderungen durchzusetzen.”, so Wolfgang Zöller, der Patientenbeauftragte der Bundesregierung.

Ob und wann die einzelnen Beratungsstellen wieder öffnen ist noch unklar. Vorerst wird die UPD vor allem telefonisch und online erreichbar sein.

Quelle: Pressemitteilung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung

Kategorie: Soziales

Loperamid wieder verordnungsfähig

13. September 2010 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Bestimmte Medikamente zur Behandlung von Durchfallerkrankungen (Loperamid u.a.) können jetzt auch nach Darmoperationen wieder über längere Zeit verschrieben werden.

Die Zeit nach bestimmten Eingriffen am Darm wird manchmal zu einer echten Geduldsprobe. Nach einer Stoma-Rückverlegung kann es zu heftigen Durchfällen kommen. Besonders häufig betroffen sind Patienten, denen große Teile des End- und Mastdarms oder der gesamte Dickdarm entfernt werden musste. Das sind massive Eingriffe, die als Folge einer Darmkrebserkrankung oder einer schweren chronischen Darmentzündung notwendig werden können.

Der Körper benötigt Zeit um sich auf die neue Situation einzustellen. Das kann einige Tage dauern, aber auch Wochen und in Einzelfällen Monate. Eine starke Einschränkung in der Lebensqualität und auch die Folgen des Dauerdurchfalls dürfen nicht unterschätzt werden, angefangen beim „Pavian-Hintern“ bis zu Mangelerscheinungen durch den ständigen Flüssigkeitsverlust.

Um die Durchfälle zu bremsen konnten bisher in den ersten Tagen nach der Operation so genannte Motilitätshemmer verordnet werden (Loperamid u.ä.). Medikamente, die auch bei schweren Durchfallerkrankungen verschrieben werden. Nach einem jetzt in Kraft getretenen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss darf die Verordnung auch über einen längeren Zeitraum erfolgen, wenn nötig über Jahre. Damit wird der im Einzelfall sehr langen Eingewöhnungsphase nach den OPs Rechnung getragen. Eine Hilfe für alle Leidgeprüften nach der Rückverlegung und für Betroffene mit einem ileoanalen Pouch oder Ileostoma, von denen ebenfalls einige mit sehr wässrigen und häufigen Ausscheidungen umgehen müssen.

Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss

Kategorie: Soziales, Stomatherapie

Die Wahl der richtigen Reha-Klinik

05. September 2010 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Ein dauerhaftes Stoma ist eine der letzten Optionen am Ende einer langwierigen Erkrankung oder schwerwiegenden Operation. Um wieder zu Kräften zu kommen und fit für Alltag und Beruf zu werden, wird oft ein Aufenthalt in einer Reha-Klinik empfohlen. Aber welche Einrichtung ist die richtige und in wieweit darf ich selbst wählen?

Die Auswahl der Klinik liegt im Ermessen der Rentenversicherung, das erklärt die UPD in ihrem aktuellen Beratungsfall des Monats August. Die Rentenversicherung wählt unter den geeigneten Einrichtungen aus, die sie selbst betreibt oder mit denen sie einen Vertrag hat.

Die UPD empfiehlt bereits vor Antragstellung gemeinsam mit dem behandelnden Arzt zu überlegen, welche Einrichtung am besten geeignet ist. Dabei spielt nicht nur die vorausgegangen Erkrankung und die Stomaanlage eine Rolle. Auch persönliche Gründe wie Alter und Familiensituation können die Auswahl beeinflussen. Denn berechtigte Wünsche des Versicherten muss die Rentenversicherung berücksichtigen.

Bereits bei Antragstellung kann die eigene Wunschklinik angegeben werden. Vorab sollte man sich aber vergewissern, dass dort in der geplanten Zeit auch Plätze frei sind. Den eigenen Wunsch kann der behandelnde Arzt durch eine kurze Stellungnahme zusätzlich unterstützen.

Aber auch wenn die Rentenversicherung bereits eine Reha-Klinik festgelegt hat mit der man nicht einverstanden ist, kann man bei berechtigten Interesse Widerspruch einlegen. Ein berechtigtes Interesse wäre z.B., wenn die ausgewählte Klinik keine gesonderten Therapieangebote für Stomaträger bietet und man deshalb in einer anderen Einrichtung seinen Reha-Aufenthalt verbringen möchte. Oft haben Widersprüche in solchen Fällen Erfolg, da die Rentenversicherung begründen muss, warum die von ihr ausgewählte Klinik besser geeignet ist die Rehabilitationsleistung zu erbringen.

Welche Reha-Klinik ist die richtige?

Die Deutsche ILCO e.V. hat auf Ihrer Internetseite eine Zusammenstellung von Einrichtungen veröffentlicht, die eine Rehabilitation von Stomaträgern besonders fördern. In den Kliniken stehen Betroffenen speziell ausgebildete Pflegekräfte zur Seite, ein Testen der Versorgungsprodukte unterschiedlicher Hersteller ist möglich und in Gesprächsgruppen werden Erfahrungen ausgetauscht und wichtiges Wissen für die Zeit nach dem Reha-Aufenthalt vermittelt. Eine wertvolle Hilfe bei der Suche nach der richtigen Reha-Klinik.

Quellen:
www.unabhaengige-patientenberatung.de, Beratungsfall des Monats August 2010,
www.ilco.de, Rehakliniken mit qualifizierten Angeboten für Stomaträger

Kategorie: Selbsthilfe, Soziales

« neuere Artikel   ältere Artikel »