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Harnwegsinfekte – helfen Cranberry-Produkte?

14. Mai 2013 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Um einem Harnwegsinfekt vorzubeugen wird Betroffenen mit einer künstlichen Harnableitung auch zu Säften oder Kapseln aus der Cranberry (Moosbeere) geraten. Doch helfen diese wirklich? Eine Forschergruppe der Cochrane Collaboration – einem internationalen Forschungsnetzwerk – hat dazu 24 Studien untersucht und konnte keine vorbeugende Wirkung belegen.

Cranberry

Cranberries enthalten sogenannte Proanthocyanidine (PAC). Diese Stoffe sollen verhindern, dass sich Bakterien in den Harnwegen festsetzen und eine Infektion auslösen. Auf den ersten Blick eine gute Sache, besonders wenn ein erhöhtes Risiko zu einer Infektion der oberen Harnwege oder der Harnblase besteht. Daraus abgeleitet gibt es gelegentlich die Empfehlung an Urostoma- oder Uro-Pouch-Träger, aber auch an Betroffene die sich selbst katheterisieren (ISK), zur Vorbeugung auf Cranberry-Produkte zurück zu greifen. Diese sind in Drogerien und Apotheken als Kapseln, Pulver oder Tabletten erhältlich, Cranberry-Saft findet man sogar schon im gut sortierten Getränkehandel.

Die Forschergruppe wertete 24 Studien mit insgesamt rund 4500 Teilnehmern aus. Die meisten Studien untersuchten die vorbeugende Wirkung der Cranberry-Produkte im Vergleich zu einem Placebo, einem Scheinmedikament ohne Wirkung. Dabei erhielt eine Gruppe beispielsweise täglich eine Portion Cranberry-Saft, die Vergleichsgruppe eine gleiche Menge gefärbtes und mit Geschmacksstoffen versetztes Wasser. Das Ergebnis: Harnwegsinfekte traten bei allen Studienteilnehmern ähnlich häufig auf, egal ob sie die Cranberry-Produkte oder ein Placebo erhalten hatten.

Ähnlich verhält es sich auch mit einigen anderen Hausmitteln. Ob bei Schachtelhalm und Brennessel, die entwässernd wirken, oder der Empfehlung viel zu trinken und Füße und Nieren immer warm zu halten, es gibt für diese Maßnahmen bislang keinen wissenschaftlichen Beleg einer vorbeugenden Wirkung vor Harnwegsinfekten. Auf eine ausreichende Trinkmenge ist allerdings häufig aus anderen Gründen zu achten.

Und wenn es einen irgendwann doch trifft? Dann kann eine Antibiotika-Therapie die Beschwerden meist schon innerhalb weniger Tage vollständig zum Abklingen bringen.

Quelle: IQWiG, Blasenentzündung: Können Cranberry-Produkte vorbeugen? (http://www.gesundheitsinformation.de/blasenentzuendung-koennen-cranberry-produkte-vorbeugen.1081.de.html), abgerufen am 13.05.2013
Bildquelle: Wikipedia

Kategorie: Leben mit Stoma, Stomatherapie

FgSKW-Pflegepreis verliehen

08. Mai 2013 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Drei Pflegeexpertinnen wurden heute für ihre herausragenden Facharbeiten im Abschlussjahrgang 2012 ausgezeichnet. Der erstmals von der Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz, Wunde e.V. verliehene Pflegepreis wird auch für den diesjährigen Abschlussjahrgang wieder ausgeschrieben.

Abb.: Die Preisträger des FgSKW-Pflegepreis 2012
Die Preisträger und der Vorstand der FgSKW (von links):
Stefanie Hafer (in Vertretung für Annette Gottschalch), Helga
Burke, Heike Schott, Anja Tork, Antje Brosemann
und Werner Droste

Zwei Jahre und mehr als 700 Unterrichtsstunden dauert die Weiterbildung zum Pflegeexperten Stoma, Kontinenz, Wunde. Damit ist sie die umfassendste Weiterbildung zum “Stomatherapeuten”, der sich heute nicht mehr nur mit dem Stoma befasst, sondern auch in der Wundversorgung und bei Harn- und Stuhl-Inkontinenz-Problemen kompetenter Ansprechpartner für Betroffenen ist.

Am Ende der zwei Jahre steht eine Abschlussarbeit zu einem selbst gewählten Thema. Dabei sind in den vergangenen Jahren viele gute Facharbeiten entstanden, die aber häufig einfach in der Schublade verschwanden und nicht publiziert wurden. Und damit auch für interessierte Kollegen nicht zugänglich waren.

Um das zu ändern und um gleichzeitig die Leistung aller Absolventen zu würdigen, hat die FgSKW den Pflegepreis ins Leben gerufen. Bewerben konnten sich alle Pflegeexperten, deren Abschlussarbeit in 2012 mit einer Note 1,49 oder besser bewertet wurde. Eine dreiköpfige Fach-Jury wählte die besten drei aus den 18 eingereichten Arbeiten aus.

Die Preisträger für das Jahr 2012 sind:

  • Heike Schott mit dem Thema “Kontinenz und Stomarückverlagerung – Wann ist die Arbeit der Pflegeexperten Stoma Kontinz Wunde beendet?”, Absolventin des Diakonischen Institut für soziale Berufe in Dornstadt
  • Helga Burke mit dem Thema “Beratungskonzept zur Durchführung der Wundversorgung bei Betroffenen mit Dekubitus durch pflegende Angehörige”, Absolventin des Institut für Bildung und Management im Gesundheitswesen am Bildungszentrum Ruhr
  • Abb.: Logo FgSKW-Pflegepreis 2012
  • Annette Gottschalch mit dem Thema “Dünndarmfisteln, Möglichkeiten der Behandlung – dargestellt an einem praktischen Beispiel”

Auch wir gratulieren den Preisträgerinnen.

Quelle: eigene Recherchen
Bildquelle: FgSKW e.V. (Logo) und Stoma-Welt.de (Gruppenbild)

Kategorie: Stomatherapie, Veranstaltungen

Stoma, Ostomy, el estoma!?

30. April 2013 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Das Stoma-Wörterbuch ist seit vielen Jahren ein beliebter Begleiter auf Auslandsreisen. Jetzt ist es in neuer Auflage erschienen, ergänzt um vier weitere Sprachen.

Ob privat oder beruflich, ob mit dem Auto in das benachbarte Ausland oder mit dem Flieger in den sonnigen Süden, gut vorbereitet sind Auslandsreisen auch mit einem Stoma problemlos möglich. Allerdings kann immer mal eine Situation entstehen, in der man am Flughafen oder am Reiseziel etwas erklären oder fragen muss.

Das Stoma-Wörterbuch der Deutschen ILCO enthält 103 Worte, die für Stomaträger auf Reisen wichtig sein können, in 15 verschiedenen europäischen Sprachen. Von englisch über finnisch und polnisch bis hin zu türkisch. Das 16-seitige Heft ist erhältlich bei:

Deutsche ILCO e.V.
Thomas-Mann-Str. 40
53111 Bonn
Tel. 0228 338894-50
FAX 0228 338894-75
E-Mail: info(et)ilco.de

Quelle, Bildquelle: Deutsche ILCO e.V.

Kategorie: Leben mit Stoma, Selbsthilfe

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