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Blasenkrebs

Blasenkrebs bezeichnet einen bösartigen Tumor (Geschwulz) in der Harnblase

Die Krebszellen vermehren sich und verdrängen ge­sundes Körpergewebe danach breiten sie sich im Körper aus. Geht der Krebs von bösartig veränderten Zellen der Harnblase aus, lautet der Fachbegriff Harnblasenkarzinom.

Wird der Tumor früh erkannt, befindet er sich Oberflächlich in der Schleimhaut, und wir als nicht muskelinvasiver oder früher Blasenkrebs) bezeichnet. Hat sich der Krebs weiter ausgebreitet und dringt in die Muskelschicht und Umgebung ein wird es als muskelinvasiver oder fortgeschrittener Blasenkrebsbezeichnet.
Hat der Krebs bereits im Körper gestreut sprechen wir von einem metastasiertem Blasenkrebs.
Trotz Behandlung kommt der Blasenkrebs in vielen Fällen zurück.

 

Ursachen

Viele Ursachen können die Entstehung von Harnblasenkrebs (Blasenkrebs) begünstigen neben Chronische Harnblaseninfektionen,die durch wiederkehrende Harnwegsinfektionen ausgelöst werden, können auch Blasensteine oder Dauerkatheter für die Entstehung von einem Blasenkrebs verantwortlich sein.

 

Beschwerden und Symptome

Blut im Urin beim Wasser lassen.der Urin ist rötlich oder auch braun verfärbt.Auch ein häufiger oder ständiger Harndrang können Anzeichen sein. Brennen beim Wasserlassen und ein Gefühl ähnlich einer Blasenentzündung. Schmerzen in den Flanken, vergrößerte Lymphknoten ein Venen- oder Lymphstauung und  Knochenschmerzen.

 

Diagnose

Besteht der Verdacht auf Harnblasenkrebs , werden Bauch-, Becken und Neren abgetastet. Ebenfalls  eine Harnuntersuchung mit Urinteststreifen (Blutnachweis) angeordnet. In jedem Fall sollte eine Ultraschalluntersuchung von Blase und Nieren bzw. den gesamten Harnwegen erfolgen.

Bei einem auffälligen Befund wird der Facharzt die Zystoskopie (Blasenspiegelung) durchführen. Sie stellt zusammen mit der Biopsie (Gewebeprobeentnahme) die wichtigste Untersuchung für die Diagnose von Blasenkrebs dar. Unter lokaler Betäubung oder Narkose wird ein Zystoskop über die Harnröhre eingeführt. Vorn am Zystoskop sitzt ein Objektiv mit einer vergrößernden Linse (Okular) und einer für die Sicht erforderlichen Lichtquelle. Hierdurch kann der Facharzt die Blasenwand von innen her sehen und beurteilen. Bei Schleimhautveränderungen  mit Verdacht auf einen Blasentumor sollte eine weitere Zystoskopie in Narkose erfolgen, bei der Arzt dann gleichzeitig eine Biopsie der Schleimhautveränderungen erfolgt. Das Gewebe wird dann durch den Pathologen untersucht, der den Tumor beurteilen (gut oder bösartig Tumor) kann und somit die Eindringtiefe des Tumors bestimmen kann.

Weitere Untersuchungen können die Urographie (Röntgen mit Kontrastmittel) oder eine Computertomographie (CT) bzw. Magnet-Resonanztomographie (MRT), um die ableitenden Harnwege  zu untersuchen. Liegen alle Untersuchungsergebnisse vor, kann je nach fortschreiten des Tumors die Therapiemaßnahmen besprochen werden.

 

Therapie

Bei einem nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom wird meist eine sogenannte transurethrale Resektion (TUR), eine Abtragung von Blasengewebe durchgeführt. Zusätzlich kann eine lokale Chemotherapie oder Immuntherapie erfolgen, bei der die Blase mit einer Medikamentenlösung gespült wird (Instillationstherapie) und somit das Rückfallrisiko verringert wird.

Wenn ein sehr aggressiver Tumor vorliegt und das Rückfallrisiko sehr hoch ist, reicht eine TUR nicht aus,dann kann es notwendig sein, die Harnblase teilweise oder in den meisten Fällen komplett zu entfernen (Zystektomie). 
Ist der Blasenkrebs schon in die Muskulatur der Blase vorgedrungen, reicht die TUR als Therapie nicht aus und die gesamte oder in sehr seltenen Fällen ein Teil der Harnblase und die benachbarten Lymphknoten müssen entfernt werden (radikale oder partielle Zystektomie).
Bei Männern werden zusaätzlich die Prostata und die beiden Samenblasen entfernt sowie beide Samenleiter durchtrennt.
Bei Frauen entfernt man zusätzlich die Gebärmutter, die Eierstöcke, die Eileiter und auch einen Teil der Scheidenwand.
Die Funktion der Blase muß der Arzt in der Operation ersetzen, um den Urin dauerhaft abzuleiten: Entweder wird aus Dünndarmanteilen eine neue Blase geschaffen (Neoblase ) oder der Urin wird über eine Öffnung in der Bauchdecke nach außen abgeleitet und ein Urostoma wird angelegt.

Bei fortgeschrittenen Tumoren kann eine zusätzliche Chemotherapie  vor oder nach der Operation dazu beitragen, den Behandlungserfolg zu verbessern und das Risiko für die Bildung weiterer Tochtergeschwulste zu verringern.

Eine Strahlentherapie  kann bei Blasenkrebs entweder allein oder in Kombination mit einer Chemotherapie (Radiochemotherapie) gemacht werden.Bei einzelne Patienten kann auch eine sogenannte „trimodale" Behandlung aus TUR, Chemo- und Strahlentherapie gemacht werden, bei der die Harnblase erhalten bleibt. 

Für eine frühzeitige Diagnose von Blasenkrebs benötigt der Arzt nur einer Urinprobe.

Krebs-Vorsorge rettet Leben.