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Häufige Fragen zur Irrigation

Ist die Irrigation gefährlich für den Darm?

Nein. Bei der Irrigation können keine Verletzungen des Dickdarms entstehen. Auch die regelmäßige Einleitung einer größeren Wassermenge kann den Dickdarm nicht schädigen, „ausleiern“ oder die Darmfunktion beeinträchtigen.

Wie lange ist man nach der Irrigation ausscheidungsfrei?

Nach einer Befragung der Deutschen ILCO e.V. aus dem Jahr 2005 sind 46% der Befragten nach der Irrigation bis zu 36 Stunden ausscheidungsfrei, 38% bis zu 48 Stunden.

Wie lange dauert die Irrigation?

Die Dauer der Irrigation ist individuell unterschiedlich und liegt meist zwischen 30 und 60 Minuten. Am Anfang dauert die Irrigation etwas länger, mit mehr Erfahrung und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit reduziert sich die benötigte Zeit.

Wie viel Wasser sollte verwendet werden?

Zu Beginn der Spülung sollten zwischen 100-250 ml in den Dickdarm eingelassen werden. Mit dieser Wassermenge wird der Stuhl aufgeweicht und der Reflex zur Darmentleerung ausgelöst. Nach einer kurzen Pause wird die Spülung fortgesetzt, bis insgesamt zwischen 700 ml und 1,5 l Wasser eingeleitet wurden.

Die tatsächlich für eine vollständige Entleerung benötigte Wassermenge ist individuell unterschiedlich. Dabei gilt der Grundsatz: weniger ist mehr.

Wird zu wenig Wasser für die Irrigation verwendet, entleert sich der Darm nicht vollständig und es werden nach wenigen Stunden kleine Stuhlmengen ausgeschieden. Daher empfiehlt es sich zu Anfang Minibeutel statt der Stomakappen zu tragen, bis man sich mit der Irrigation sicher fühlt.

Zu viel Wasser kann wiederum zu Druckgefühlen, Schmerzen und Kreislaufproblemen führen.

Welche Temperatur sollte das Wasser haben?

Das Wasser sollte körperwarm sein, d.h. ca. 35 Grad Celsius. Zu kaltes Wasser kann zu Krämpfen und Kreislaufproblemen führen.

Zu welchem Zeitpunkt sollte man irrigieren?

Die Irrigation funktioniert am besten zu der Zeit, zu der auch vor der Stomaanlage der regelmäßige Stuhlgang war. Zu dieser Zeit ist der Dickdarm sozusagen auf die Entleerung vorbereitet, was den Erfolg der Irrigation begünstigt. Bei den meisten Betroffenen ist damit der beste Zeitpunkt morgens vor oder nach dem Frühstück.

Ist man für die Dauer der Irrigation an die Toilette gebunden?

Nein. Nach der Spülung und der darauf folgenden ersten, starken Entleerung, folgt eine Phase in der mehrere kleine Mengen Stuhl ausgeschieden werden. Der Irrigationsschlauch ist so konstruiert, dass er am unteren Ende verschlossen und an den Bauchgürtel angehängt werden kann. Man kann sich dadurch frei bewegen und der Irrigationsschlauch dient in dieser Zeit als Auffangbeutel für die Ausscheidungen.

Diese Zeit verbringen viele Betroffene mit ihrer Morgentoilette, Hausarbeit, Lesen oder mit anderen Beschäftigungen.

Ist es gefährlich, wenn nicht das gesamte eingeführte Wasser wieder ausgeschieden wird?

Nein, das ist nicht gefährlich. Ein Teil des Wassers wird durch den Dickdarm aufgenommen und über die Nieren wieder als Urin ausgeschieden.

In Einzelfällen kann es passieren, dass die eingeführte Wassermenge nicht den Reflex zur Darmentleerung auslöst. Es erfolgt keine Ausscheidung, weder von Wasser, noch von Stuhl. Auch das ist ungefährlich, aber ein Zeichen dafür, dass der Betroffene zu wenig getrunken hat. In diesem Fall viel trinken und die Irrigation zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen.

Ist die Irrigation auch auf Reisen möglich?

Ja, ein Irrigationsset kann im Gepäck untergebracht werden. Selbst eine Irrigationspumpe lässt sich leicht verstauen.

Am Urlaubsort sollte je nach Wasserqualität statt des Leitungswassers nur Trinkwasser aus Flaschen für die Spülung verwendet werden.

Bei Flugreisen das Irrigationsset nach Möglichkeit ins Handgepäck packen, man weiß nie ob der Koffer am selben Ort ankommt wie man selbst. Die meisten Fluggesellschaften erlauben Behinderten auf Nachfrage mehr Handgepäck als üblich mit zu nehmen.

Druckversion Druckversion · Autor: CL · letzte Aktualisierung am 03. September 2007

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