Fachbegriffe-Lexikon
Dieses kleine Lexikon enthält kurze Erklärungen zu Begriffen, die
- oft im Zusammenhang mit dem Thema Stoma verwendet werden oder
- oft in Verbindung mit einer Erkrankung oder Operation genannt werden, die zu einer Stomaanlage führen.
| A | |
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| Abdomen = zu deutsch der Bauch, bezeichnet den Bereich des Rumpfes zwischen Brustkorb und Becken Abszeß = ein mit Eiter gefüllter Hohlraum im Körper Adhäsiolyse = operatives Lösen von Verwachsungen Adhäsion = Verwachsung, Verklebung Anämie = Blutarmut Anamnese = Krankengeschichte eines Patienten Anastomose = chirurgische Verbindung von Hohlorganen Anus = die Öffnung am Ende des Dickdarms am Po Ausscheidung = das, was aus dem Stoma abgegeben wird: Urin, Stuhlgang und/oder Gase |
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| B | |
| Bauhinsche Klappe = ein “Ventil” am Übergang von Dünn- zu Dickdarm, auch als Ileozökalklappe oder Dickdarmklappe bezeichnet Blase = ein Hohlorgan, in dem sich Urin sammelt, bevor er vom Körper ausgeschieden wird Bride = Narbenstrang in der Bauchhöhle, allgemein als Verwachsung oder Adhäsionen bezeichnet |
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| C | |
| Caecum = Blinddarm chronisch = langes Andauern oder ständiges Wiederkehren einer Erkrankung Colektomie = Entfernung des Dickdarms Colitis ulcerosa (kurz: Cu) = Chronische Entzündung des Dickdarms Colon = Dickdarm Colon ascendens = aufsteigender Dickdarm Colon descendens = absteigender Dickdarm Colon sigmoideum = S-förmiger unterer Dickdarm “Sigma” Colon transversum = querverlaufender Dickdarm Coloskopie = Dickdarmspiegelung Colostoma = künstlicher Ausgang im Dickdarm Conduit = Ausleitung von Harn über ein chir. eingesetztes Darmstück |
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| D | |
| Darm = ein schlauchartiges Organ, das unterhalb des Magens eines Menschen beginnt und an dessen Anus endet; Aufgabe des Darms ist die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung Dehydration = Flüssigkeitsmangel, Abnahme von Körperflüssigkeit durch gesteigerte Abgabe ohne entsprechende Zufuhr dehydrieren = Wasser entziehen, austrocknen Diarrhoe = Durchfall Divertikel = Ausstülpung an Hohlorganen; Divertikel treten meist im Verdauungstrakt im Bereich zwischen der Speiseröhre (Oesophagus) und dem Dickdarm (Colon) sowie auch an der Harnblase auf, am häufigsten sind Divertikel im Dickdarm Divertikulitis = eine Erkrankung des Dickdarmes, bei der sich in Ausstülpungen der Schleimhaut (Divertikel) eine Entzündung bildet Drainage = Ableitung v. Flüssigkeitsansammlungen wie Wundsekret, Blut oder Eiter aus OP-Wunden Duodenum = Zwölffingerdarm |
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| E | |
| einteilige Stomaversorgung = Ein Stomaversorgungs-System, bei dem Beutel und die Haftfläche zusammengeschweißt sind Erythem = entzündliche Rötung der Haut Exkremente = siehe Ausscheidungen |
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| F | |
| Fistel = eine unnatürliche, röhrenartige Verbindung zwischen einem inneren Hohlorgan und anderen Organen oder der Körperoberfläche | |
| G | |
| Gastrointestinaltrakt = siehe Verdauungstrakt Grimmdarm = Hauptanteil des Dickdarms |
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| H | |
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Hartmannstumpf = Blindverschluss des Rektums hereditäre non-polypöse Kolonkarzinom ohne Polyposis (kurz: HNPCC) = erbliche Darmkrebsform ohne Polyposis, d.h. ohne Auftreten von vielen Polypen im Darm Harnröhre = ein mit Schleimhaut ausgekleideter Schlauch, der zur Blase führt Hautschutz = Bestandteil der Stomaversorgung; er schützt die Haut und sorgt für den sicheren Halt des Systems am Körper Hernie = Bruch |
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| I | |
| Ileostoma, Ileostomie = künstlicher Ausgang am Ende des des Dünndarms, dem so genannten Ileum Ileum = letzter Abschnitt des Dünndarms, auch als Krummdarm bezeichnet Ileum Conduit = künstliche Harnableitung Ileus = eine Unterbrechung der Darmpassage; als lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf ein Ileus im Allgemeinen einer sofortigen Krankenhauseinweisung und oft einer chirurgischen Behandlung IND = Intestinale neuronale Dysplasie (angeborene Fehlanlage der Dickdarmnerven) Inkontinenz = Unvermögen, Stuhlgang oder Urin zu halten irreversibel = nicht umkehrbar, nicht rückgängig zu machen Irrigation = einleiten von Flüssigkeit in den Darm, auch als Spülung oder Einlauf bezeichnet |
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| J | |
| Jejunum = Leerdarm, einer der drei Abschnitte des Dünndarms | |
| K | |
| Kolon = siehe Dickdarm Koloskopie = siehe Coloskopie Kolostoma, Kolostomie = siehe Colostoma Kot = siehe Ausscheidungen Kurzdarmsyndrom = verminderte Nahrungsverwertung aufgrund fehlender Dünndarmteile |
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| L | |
| Laparoskopie = Bauchspiegelung (”Knopfloch-Chirurgie”) Laparotomie = chirurgische Eröffnung der Bauchhöhle |
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| M | |
| Mainz-Pouch = ein aus Dünndarm erstellten Harnblasenersatz Morbus Crohn (kurz: MC) = Chronische Entzündung des Verdauungstraktes Morbus Hirschsprung = angeborenes Fehlen von Nervenzellen im Dickdarm |
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| O | |
| Obstipation = akute oder chronische Verstopfung des Darmes | |
| P | |
| peristomale Haut = die Haut rund um das Stoma; diese Haut ist mit dem Hautschutz- oder Haftmaterial der Stomaversorgung bedeckt Peritonitis = Bauchfellentzündung postoperativ = nach einer OP Pouch = “Tasche”, aus Darm gebildetes Reservoir für Stuhl oder Harn Prolaps = (Darm-)Vorfall |
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| R | |
| Rektoskopie = Spiegelung des Mastdarms Rektum = Mastdarm, letzter Abschnitt des Dickdarm Resorption = Aufnahme, Rückgewinnung Rezidiv = wiederauftreten einer Erkrankung nach einer beschwerde- und symptomfreien Zeit |
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| S | |
| Sakralwunde = Wunde nach Rektumamputation Sellink-Passage = Kontrastmitteluntersuchung des Dünndarms Stenose = Verengung von Hohlorganen (z.B. des Darms) oder Gefäßen Stoma = eine chirurgisch angelegte Öffnung eines Darmteils durch die Bauchwand, die der Ausleitung der Ausscheidungen dient; ein Stoma ist rot, feucht und schmezunempfindlich Stomaanlage = allgemeiner Ausdruck für eine Operation, bei der ein Stoma angelegt wird Stomabeutel = der Beutel, in dem die Ausscheidungen des Stomas gesammelt werden Stomatherapeut/-in = eine Pflegefachkraft, die auf die Versorgung und Beratung von Menschen mit einem Stoma spezialisiert sind Strangulationsileus = Darmverschluss durch Abschnürung (z.B. durch Briden) Subileus = beginnender Darmverschluss subtotale Colektomie = fast vollständige Entfernung des Dickdarms; siehe auch Colektomie |
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| T | |
| totale Colektomie = vollständige Entfernung des Dickdarms (siehe auch Colektomie) | |
| U | |
| Urostoma, Urostomie = eine künstliche Öffnung im Harntrakt, aus der Urin abgeleitet wird | |
| V | |
| Verdauungstrakt = bezeichnet die Organe, die der Aufnahme, Zerkleinerung und dem Weitertransport der Nahrung dienen (Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Enddarm) | |
| Z | |
| Zubehör = Zubehörartikel sind Stomaprodukte, die zusätzlich zum Stomaversorgungs-System benutzt werden (z.B. Hautschutzringe oder Stomagürtel) ZVK = zentraler Venenkatheter zweiteilige Stomaversorgung = eine Stomaversorgungs-System, bei dem die Basisplatte und Beutel getrennt sind |
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· letzte Aktualisierung am 24. Februar 2008
