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13. Känguruh-Rocker Tour 2011 im Chiemgau

25. Juli 2011 · Autor: Erik · Druckversion Druckversion

Dieses Mal trafen sich die motorradfahrenden Anhänger des australischen Zweibeiners in der Heimat des Bayernkönigs Ludwig II. Ende Juni/Anfang Juli fand das diesjährige Treffen in Samerberg Törwang im Chiemgau statt.

Kaenguru Rocker Tour 2011

Wer den Namen im Navigationssystem richtig eingeben konnte bzw. auf der Landkarte fand, durfte anreisen. Das Alter nicht vor Torheit schützt, bewies der älteste Teilnehmer der sogar mit über 60 Lenzen auf dem Buckel über 800 km Anreise hinter sich brachte.

Mit ihm trafen sich 34 weitere Teilnehmer und durften sich mit teilweise durchwachsenem Wetter anfreunden. Was aber nichts daran änderte, dass die insgesamt 35 Känguruh-Rocker am ersten Freitag bzw. Samstag im Juli sich über das Wetter keine Gedanken und sich anschliessend auf 26 Motorräder verteilt auf den Weg machten. Auf zwei bzw. drei Gruppen verteilt, wurde der Freistaat und das benachbarte Österreich unsicher gemacht. Am Ende der jeweiligen Touren musste das über 250 Jahre alte Hotelgemäuer seine abendliche Belastungsprobe überstehen, aber Bier greift Gott sei Dank nicht die Bausubstanz von Gebäuden, sondern nur von Menschen an …

Känguruh Rocker Tour 2011

Das erste Mal bei einem Känguruh-Rocker-Treffen gab es einen Unfall, das muss wohl an der „13“ gelegen haben. Ein Tourguide und ein Teilnehmer samt Sozia mussten erkennen, dass nasser Asphalt und Ölspuren die Haftwerte dramatisch verschlechtern. Aber ausser ein paar Kratzern am Motorrad und an der Motorradfahrerehre wurde niemand verletzt.

2012 wird jetzt schon die Bevölkerung im Erzgebirge vor dem Einfall von wilden Horden auf Motorrädern gewarnt. Mehr Infos dazu auf www.kaenguruh-rocker.de.

Kategorie: Leben mit Stoma, Veranstaltungen

Körperscanner im Selbstversuch

06. Oktober 2010 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Seit einigen Tagen werden Körperscanner am Hamburger Flughafen einem Praxistest unterzogen. Ich startete den Selbstversuch: was erwartet einen Stomaträger bei der Kontrolle durch die neue Sicherheitstechnik. Ein Erfahrungsbericht.

Anfang diesen Jahres war der Körperscanner das beherrschende Thema in der Presse. Die neue Technologie, die für mehr Sicherheit auf Flügen sorgen soll, wurde auch im Stoma-Forum kontrovers diskutiert. Denn ausgerechnet wir Stomaträger standen plötzlich im Fokus, das „sichtbar werden“ eines sonst versteckten künstlichen Darmausgangs wurde von den Kritikern als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte bezeichnet.

Ansicht einer Anzeige des Körperscanners
Ansicht einer Anzeige des Bodyscanners

Ich bin beruflich seit Jahren regelmäßig mit dem Flieger im In- und Ausland unterwegs. Mittlerweile dürften mehr als 100 Flüge und entsprechend viele Sicherheitskontrollen zusammen gekommen sein. Wegen meines Stomas musste ich mich nur ein einziges Mal erklären. Obwohl ich mehrfach direkt am Hosenbund abgetastet wurde blieb mein Beutel am Bauch fast immer unentdeckt.

Ein Anruf bei der Hotline der Bundespolizei gab Aufschluss darüber was mich am Flughafen erwartet. Gesundheitlich sei die eingesetzte Technologie nach heutigem Wissen völlig unbedenklich. Der Scanner zeigt nicht meinen Körper, sondern eine schematische Darstellung. Auch mein Beutel wird nicht sichtbar, sondern ein farbiges Quadrat markiert die Körperstelle an der sich der erkannte Gegenstand befindet. Außerdem sei das Sicherheitspersonal speziell geschult und vorbereitet, wenn ich die Mitarbeiter auf meine Stoma hinweise. Theoretisch gut gerüstet ging es los zum Flughafen. (weiterlesen …)

Kategorie: Erfahrungsberichte, Leben mit Stoma

Doppeltes Tabu

08. März 2010 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Das Thema Sexualität spielt eine bedeutende Rolle für die Lebensqualität nach Darmkrebs und einer gleichzeitigen Stomaanlage, schreiben die Autoren einer Ende 2009 veröffentlichten Studie. Untersucht wurde die langfristige Lebensqualität von 491 Darmkrebspatienten, darunter 246 Patienten denen ein dauerhaftes Stoma angelegt wurde. Ein Ergebnis der Studie: die befragten Stomaträger fühlen sich in ihrer Sexualität stärker eingeschränkt als diejenigen Patienten, die ihre Krebserkrankung ohne Stomaanlage überstanden hatten.

Ehepaar

Sexualität ist mehr als nur der Geschlechtsakt. Sie steht in engem Zusammenhang mit unserer Persönlichkeit, unserem körperlichen Befinden, unserer Lebensgeschichte. Nähe, Zärtlichkeit und Geborgenheit sind Grundbedürfnisse und zentraler Bestandteil unserer Identität. Auf dem Weg zurück ins Leben ist deshalb auch die Rückkehr zu einer erfüllten Sexualität ein bedeutender Schritt.

Aber nicht jedem fällt es leicht über eigene Ängste und Bedürfnisse offen zu sprechen, selbst dem eigenen Partner gegenüber. Die in intimen Momenten nur schwer zu verbergende äußere Veränderung durch das Stoma, der Beutel am Bauch, der vermeintliche Ekel vor dem Beutelinhalt, das und mehr sind Mauern, die erst eingerissen werden müssen. Letztendlich ist es immer die Angst, von dem eigenen Partner plötzlich abgelehnt zu werden. Bis hin zur Ablehnung des eigenen veränderten Körpers.

Stoma und Sexualität, zwei Tabus treffen aufeinander. Das Ergebnis der Studie verwundert daher nicht. (weiterlesen …)

Kategorie: Leben mit Stoma, Pflegeexperten Stoma

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