My Isle is my castle und das „Mädchen meines Herzens“

18. Oktober 2013 · Autor: Erik · Druckversion Druckversion

Es fing, wie so manches im Leben, mit einem Traum und ein paar Gedanken an und auf die Gedanken folgte der erste Schritte…

Den Weg den man gehen möchte, kann man auch gehen, wenn man ein (Ileo-)Stoma im Gepäck hat. Dann heißt es eben berücksichtigen und planen.

So fingen im Kopf von Erik die oben genannten Gedanken an zu leben und wurden immer klarer.

Die Begeisterung für den Motorradrennsport und das Motorrad fahren blieben trotz Stoma unverändert groß und dienten oft genug erfolgreich als Motivation zur Überbrückung von „schlechten Zeiten“.

Und so kam es, dass die Tour zur Isle of Man, in der Irischen See gelegen, immer konkreter wurde. Auf der Isle of Man findet das berühmteste Straßenrennen der Welt statt. Auf abgesperrten öffentlichen Straßen finden in den verschiedensten Klassen Motorradrennen statt, teilweise sind die Rennen über 360 km lang. Eine Herausforderung die die „Helden“ aus der MotoGP (Motorrad-Weltmeisterschaft) nicht annehmen.

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Und diese Idee, diese Insel und die Fahrt dorthin sitzen seit dem im Kopf von Erik fest und lassen ihn nicht mehr los. Ein Mitstreiter bzw. –fahrer (genau wie Erik ein Stomaträger) für die diesjährige Tour war schnell gefunden und so kam es dass er dieses Jahr zum fünften Mal zu Rennen auf die Isle of Man fuhr.

Ende August findet der sogenannte Manx GP (oder Klassik-TT genannt) statt. Die Motorräder und Klassen sind vergleichbar mit den Rennen der Tourist Trophy-Veranstaltung, die Ende Mai/Anfang Juni stattfindet.

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In Rotterdam ging es auf die Fähre ins englische Hull. Die „Seereise“ die eine Nacht auf See mit sich brachte, lies den beiden Motorrad-verrückten Zeit und Luft für diese Reise, vom Weg und vom Ziel, ein paar Träume zu träumen.

Am Ende der nächtlichen Seefahrt wurde die englische Ostküste erreicht, zügig ging es weiter Richtung Westküste nach Heysham.
Rechtzeitig wurde die „Ben my Chree“ (in Deutsch: Mädchen meines Herzens) geentert und die Irische See wurde Richtung Isle of Man durchpflügt.

Schön ist es, wenn die Frau des Herzens einem soviel Zeit lässt mit dem „Mädchen meines Herzens“ einen Ausflug zu unternehmen.

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Die Isle of Man ist nicht nur eine bewohnte Rennstrecke. Deshalb kam es, dass unsere beiden Reisenden mit der alten Dampfeisenbahn über die Insel fuhren und unter anderem Cregneash besuchten. Ein bewohntes Museumsdorf in dem der Film „Lang lebe Ned Devine“ gedreht wurde, wobei diese Szenen in Irland spielen sollen. Soviel zur Phantasie der Filmindustrie in Hollywood.

 

 

 

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Zur Begeisterung der Isle of Man-Fahrer trägt die Freundlichkeit und Offenheit der Bewohner bei, die das immer mal wieder auftauchende „englische Wetter“ vergessen lassen. Ausserdem lassen das gut ausgebaute Netz der öffentlichen Toiletten einen Stomaträger , sowohl in England als auch auf der Isle of Man, eine derartige Reise wesentlich entspannter angehen.

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Die Bodenständigkeit der Einheimischen wird von den Rennfahrern ebenfalls gelebt.

So passierte es unseren beiden Zugereisten, dass beim abendlichen Pizza-Essen in der Inselhauptstadt Douglas am Nachbartisch John McGuiness (einer der erfolgreichsten Rennfahrer der Straßenrennen-Geschichte, 20 TT Siege ) mit seiner Familie saß.

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Auch nicht ungewöhnlich für die Isle of Man sind die schwanzlosen Katzen und die Schafe mit vier Hörnern. Beide Tierarten gibt es nur auf der Isle of Man.

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Nach einer guten Woche auf der „Trauminsel“ mit Sightseeing-Touren und Rennbesuchen ging es mit dem „Mädchen meines Herzens“ zurück ins Vereinigte Königreich um in Hull die Fähre nach Rotterdam zu entern. Die nächtliche Seefahrt wurde gut überstanden und zügig ging es auf den holländischen und deutschen Autobahnen Richtung Heimat. In Castrop-Rauxel, wo auch der „Start-Kaffee“ zu Beginn der Reise getrunken wurde, wurde der obligatorische Abschluss-Kaffee getrunken.

Und die Moral von der Geschicht‘:
ein Handicap bedeutet nicht…
Träume nicht leben zu können…

 

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Kategorie: Erfahrungsberichte

 

 

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