THEMEN

Selbsthilfe für Stomaträger www.Stoma-Forum.de
Fragen@Stoma-Welt.de
Telefon: 0800 200 320 105

ÜBER STOMA-WELT.DE

Unser Selbsthilfeangebot ist auf Ihre Hilfe angewiesen. Unterstützen Sie uns mit einer Spende an den Selbsthilfeverein Stoma-Welt e.V.:

Ja, ich möchte jetzt spenden!
weiter zur Seite des Aspirin-Sozialpreis 2012

SPONSOREN

Stoma-Welt.de wird von folgenden Unternehmen unterstützt:

weiter zu Stoma-Welt.de auf Facebook weiter zu Stoma-Welt.de auf YouTube

VERANSTALTUNGEN

ARCHIV

Knifflige OP im Kampf gegen Krebs

18. Dezember 2010 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

„Weihnachten bin ich wieder daheim.“ Hans-Gerhard F., 58, hat eine wirklich große und knifflige Operation hinter sich. Experten des Binger Krankenhauses boten ihre ganze Kunst für die Zukunft des Krebspatienten auf. Neue OP-Verfahren und Zusammenarbeit aller Disziplinen waren gefordert.

„Bösartiger Krebs, fortgeschritten, an schwer zu operierender Stelle.“ So eine Diagnose würde den meisten Menschen den Boden unter den Füßen wegziehen. Hans-Gerhard Feier, 58, gehört zu den psychisch außergewöhnlich starken Patienten. „Da muss ich jetzt durch“, ist seine Lebenseinstellung. Er vertraut den Spezialisten, weiß sich in guten Händen.

Konferenz der Medizinerkollegen

Darmkrebs kann tückisch sein. Patienten spüren lange nichts von ihrer Krankheit. Auch der Gemeindearbeiter aus Weiler ging wie gewohnt seinem Job nach. Sicher, ein Bruch zwickte manchmal, aber kein Grund zur Sorge. „Wenn ich deshalb früher zum Arzt gegangen wäre, hätte man den Krebs vielleicht eher entdeckt.“ Wenn, hätte, vielleicht – das Rad lässt sich nicht zurückdrehen.

Fakt ist: Die Geschwulst ganz nah am Schließmuskel wuchs unbemerkt. „Als ich im August auch nachts stündlich groß auf Toilette musste, da drängte meine Frau zum Arztbesuch.“ Mit heftigen Seitenschmerzen steuerte Hans-Gerhard Feier schließlich die Binger Ambulanz an.

Tasten, Computer-Tomografie und Darmspiegelung ergaben: Der Krebs war durch die Darmwand gebrochen. Eiter und Entzündungen hatten sich gebildet. Eile war geboten. Patient Feier erhielt einen künstlichen Darmausgang. Der kleine Beutel am Bauch fällt unter den T-Shirt nicht auf. „Damit komme ich gut klar.“ (weiter lesen in der Allgemeine Zeitung …)

Kategorie: Stoma-Presseschau

ConvaTec erweitert sein Portfolio um neue, flache modellierbare Basisplatte aus der Produktreihe Esteem synergy®

17. Dezember 2010
Werbung: Sie lesen einen Beitrag des Unternehmens

Mit Esteem synergy® flach modellierbar geht ConvaTec konsequent einen weiteren Schritt zum Ausbau seines einzigartigen Angebots an modellierbaren Basisplatten. Die Produktreihe Esteem synergy® verbindet Basis und Beutel mittels einer Adhäsivverbindung. Dank seiner hohen Flexibilität kombiniert Esteem synergy die Vorteile aus beiden Welten: flach und diskret wie eine einteilige Versorgung sowie hautfreundlich und vielseitig wie eine zweiteilige Versorgung.

ConvaTec_Esteem_synergy_flach_modellierbar_2

Oberstes Ziel bei der Anpassung einer Stomaversorgung ist es, einen möglichst gut sitzenden Hautschutz zu haben. Das bedeutet konkret, dass zwischen Stoma und dem Hautschutzmaterial keine unbedeckten Hautareale verbleiben sollten. So kann zum Beispiel der schlechte Sitz einer Basisplatte zu Hautirritationen führen, wenn Ausscheidungen mit der Haut in Kontakt kommen oder die Versorgung unterwandert wird.

Eine in Dänemark durchgeführte Studie*, hat nachgewiesen, dass 45% aller Personen mit dauerhaftem Stoma in dessen Umgebung Hautprobleme aufweisen. Bei über der Hälfte (56%) war die Versorgung undicht!

Oftmals ist es schwierig, den Hautschutz an Größe und Form des Stomas anzupassen. Vorgestanzte kreisrunde Öffnungen eignen sich nur bedingt bei ovalen Stomata in Verbindung mit z.B. einer autschutzpaste. Ein ausschneidbarer Hautschutz erfordert manuelles Geschick und Zeit, um ihn so optimal wie möglich zuzuschneiden.

Mit diesen Nachteilen traditioneller vorgestanzter und ausschneidbarer Basisplatten hat sich die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Convatec intensiv beschäftigt – und eine Lösung gefunden: den modellierbaren Hautschutz!

ConvaTec_Esteem_synergy_flach_modellierbar_1

Einfach in der Anwendung, komfortabel im Tragen, sicher in der Versorgung

Der modellierbare Hautschutz kann mit den Fingern in die gewünschte Form und Größe modelliert werden – also ganz ohne Ausschneiden. Selbst wenn sich das Stoma in Größe oder Form verändert, kann die leicht zu handhabende modellierbare Basis weiter verwendet werden. Ein Messen mit einer Schablone ist nicht notwendig. Auch kann es kein Verschneiden mehr geben, bei dem man bisher die Basis evtl. wegwerfen musste; der Hautschutz lässt sich auch wieder zurück modellieren, wenn die Basis angebracht ist.
(weiterlesen …)

Kategorie: Hersteller & HomeCare, Neues von unseren Sponsoren

Ein herrliches Bauchgefühl

13. Dezember 2010 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Zweiter Teil unserer Serie “Stoma in Bildern”

„Zuerst fühlte ich nur ein dumpfes Streichen auf der Operationsnarbe, dann wurde die Berührung immer intensiver. All die schmerzliche Erinnerung, all das Leid, das mein Bauch erfahren hatte, wurde regelrecht übermalt!“

Was war passiert? Anja* kommt gut klar mit ihrer Erkrankung und ihrem Stoma. Trotzdem ist sie völlig gebannt von dem, was sie gerade erlebte. Sie ist eine von drei Betroffenen, die mit Bodypainting ihren Bauch bemalen ließen.

Stoma & Bodypainting

Stomakunterbunt

Als Norbert Schöttler am Universitätsklinikum Münster für seine Abschlussarbeit in der Weiterbildung zum Pflegeexperten Stoma, Wunde und Inkontinenz auf Themensuche war, schlug ihm die international bekannte Stomatherapeutin Christel Ravenschlag († 2010) das Thema Stoma und Bodypainting vor. Sie stellte die Frage, kann Bodypainting die Akzeptanz des eigenen Stomas unterstützen? Aus heutiger Sicht muss man diese Frage eindeutig mit „Ja“ beantworten.

Je länger sich Norbert Schöttler mit dem Thema beschäftigte, um so mehr begeisterte ihn die Idee: „Mein Ansatz ist, durch Bodypainting negative Körpergefühle in positive zu verändern“. Negative Gefühle, die sich durch Krankheit und Operationen regelrecht eingebrannt haben.

Als Partnerin für sein Projekt konnte er Heike Montreal gewinnen. Die freiberuflich tätige Heilpädagogin, Kinderkrankenschwester und Künstlerin hatt bereits Erfahrung im therapeutischen Einsatz von Bodypainting. Das Thema Stoma war aber auch für sie absolutes Neuland.

“Reaktionen, die wir so nicht erwartet haben”

Und dann ist es soweit, zum ersten Mal trifft man sich mit einem Probanden. Der Bauch als Leinwand. Unter dem Pinsel verschwinden Narben hinter farbenfrohen Motiven. Nach und nach verwandelt sich die gesamte Fläche in ein lebensbejahendes Bild, bis selbst der Stomabeutel mit dem Körper zu einer Einheit verschmilzt. Ein ganz neues, einfach herrliches Bauchgefühl.

Schade, dass diese Kunstwerke nicht ewig halten. Zur Erinnerung erhielten alle drei Probanden am Ende des Projekts ein Fotoalbum, in dem dieses besondere Erlebnis Schritt für Schritt festgehalten wurde.

Sie wollen weiter machen, darin sind sich Norbert Schöttler und Heike Montreal einig. Unter dem Namen „Stomakunterbunt“ möchten sie ihre Bodypainting-Arbeit unter anderem auch in Selbsthilfegruppen vorstellen. Mehr zu Stomakunterbunt erfahren sie auf der Internetseite www.bodypainting-montreal.de und über unser Redaktionsteam.

*Anja-Ursula Dillmann ist Stomaträgerin und Autorin des Buches Stoma – na und?. Sie unterstützte als eine von drei Probanden das Projekt.

Zur Serie: Ein Stoma ist nichts, für das man sich schämen müsste – in mehreren Artikeln stellen wir Projekte von Betroffenen, Pflegeexperten und Herstellerunternehmen vor, die Stomaträgern mit Unterstützung durch Bilder und Kunst Mut machen.

Kategorie: Erfahrungsberichte, Stomatherapie

« neuere Artikel   ältere Artikel »