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ILCO-Selbsthilfegruppe Bonn-Rhein-Sieg freut sich über das 100. Mitglied

18. Oktober 2010 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Die im April 2010 gegründete Selbsthilfegruppe für Menschen mit Darmkrebs begrüßt ihr 100. Mitglied.

Die Selbsthilfegruppe ist der örtliche Ansprechpartner der Deutschen ILCO und ermöglicht Stomaträgern und Menschen mit Darmkrebs, sowie deren Angehörigen, Gespräche mit Gleichbetroffenen zu führen. So können die Erfahrungen Anderer zu einem besseren Alltagsleben mit Stoma oder Darmkrebs beitragen. Die Selbsthilfegruppe steht Betroffenen bei und macht Mut, das Leben mit Stoma oder Darmkrebs anzunehmen.

Regionalsprecher Erich Grohmann: „Wir freuen uns sehr, dass unsere ehrenamtliche Arbeit so gute Früchte trägt. Im Besonderen wollen wir den Darmkrebsbetroffenen – egal ob mit oder ohne künstlichen Darmausgang – als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Hier liegen mir besonders die Jüngeren zwischen 18 und 50 Jahren am Herzen.“ (weiter lesen im Internetportal Rodenkirchen.de …)

Kategorie: Stoma-Presseschau

150 kamen zum ersten Rottenburger Leber-Darm-Tag

15. Oktober 2010 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Zehntausende Darmkrebs-Tote ließen sich retten, wenn von der Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchung mehr Gebrauch gemacht würde. Das sagte Gastroenterologe Peter Nagel beim ersten Rottenburger Leber-Darm-Tag am Samstag in der Festhalle.

Rottenburg. An die 150 Menschen, unter ihnen nicht wenige Patienten, kamen zur Publikumsveranstaltung des Gastroenterologischen Zentrums Rottenburg, bei der neben sechs Themen-Vorträgen sich auch Selbsthilfegruppen, Kassen und Pharmahersteller präsentierten. Vor ihnen brach Peter Nagel eine Lanze für die Darmspiegelung: „Es gibt in der Inneren Medizin keine Untersuchungsmethode, die mit ähnlicher Verlässlichkeit vor Krebs schützt.“

Was die Kassen ab 55 als Vorsorgemaßnahme bezahlen, wird laut Nagel aber noch von zu Wenigen in Anspruch genommen, pro Jahr derzeit von höchstens 5 Prozent der Berechtigten. Dabei ist Darmkrebs mit 70 000 Neuerkrankungen jährlich und 30 000 Sterbefällen die zweithäufigste Krebserkrankung. Und der verbreitetere Papierstreifen-Stuhltest entdeckt höchstens 30 Prozent aller Karzinome. Die Coloskopie ist, wenngleich für den Patienten nicht übermäßig angenehm, da wesentlich erfolgreicher. Denn sie bietet die Möglichkeit, Darmpolypen zu finden und zu beseitigen, aus denen 90 Prozent aller bösartigen Geschwulste entstehen. (weiter lesen in der Neckar-Chronik …)

Kategorie: Stoma-Presseschau

Körperscanner im Selbstversuch

06. Oktober 2010 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Seit einigen Tagen werden Körperscanner am Hamburger Flughafen einem Praxistest unterzogen. Ich startete den Selbstversuch: was erwartet einen Stomaträger bei der Kontrolle durch die neue Sicherheitstechnik. Ein Erfahrungsbericht.

Anfang diesen Jahres war der Körperscanner das beherrschende Thema in der Presse. Die neue Technologie, die für mehr Sicherheit auf Flügen sorgen soll, wurde auch im Stoma-Forum kontrovers diskutiert. Denn ausgerechnet wir Stomaträger standen plötzlich im Fokus, das „sichtbar werden“ eines sonst versteckten künstlichen Darmausgangs wurde von den Kritikern als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte bezeichnet.

Ansicht einer Anzeige des Körperscanners
Ansicht einer Anzeige des Bodyscanners

Ich bin beruflich seit Jahren regelmäßig mit dem Flieger im In- und Ausland unterwegs. Mittlerweile dürften mehr als 100 Flüge und entsprechend viele Sicherheitskontrollen zusammen gekommen sein. Wegen meines Stomas musste ich mich nur ein einziges Mal erklären. Obwohl ich mehrfach direkt am Hosenbund abgetastet wurde blieb mein Beutel am Bauch fast immer unentdeckt.

Ein Anruf bei der Hotline der Bundespolizei gab Aufschluss darüber was mich am Flughafen erwartet. Gesundheitlich sei die eingesetzte Technologie nach heutigem Wissen völlig unbedenklich. Der Scanner zeigt nicht meinen Körper, sondern eine schematische Darstellung. Auch mein Beutel wird nicht sichtbar, sondern ein farbiges Quadrat markiert die Körperstelle an der sich der erkannte Gegenstand befindet. Außerdem sei das Sicherheitspersonal speziell geschult und vorbereitet, wenn ich die Mitarbeiter auf meine Stoma hinweise. Theoretisch gut gerüstet ging es los zum Flughafen. (weiterlesen …)

Kategorie: Erfahrungsberichte

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