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Kontinentes Colostoma durch Einsatz eines Analbands

16. Dezember 2008 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Im September dieses Jahres berichtete die Bild in einem Artikel über den in Deutschland erstmaligen Einsatz eines Analbandes an einem Colostoma. Zugegeben, wir waren sehr skeptisch als uns ein Mitglied des Stoma-Forums darauf aufmerksam machte. Aber als wir den Namen der federführenden Chirurgin erfuhren, wurden wir neugierig.

Frau Prof. Möslein und ihr Chirurgen-Team des St. Josefs-Hospitals in Bochum-Linden sind erfahren in der Anlage von Stomata. Sie wissen: für eine möglichst hohe Lebensqualität muss ein Stoma zuverlässig und einfach zu versorgen sein. Aber auch wenn ein Darmstoma optimal angelegt wurde, ist es doch für einige Stomaträger schwer zu akzeptieren, dass sie die Kontrolle über ihre Körperausscheidungen verloren haben.

Diese Situation beobachtete Frau Prof. Möslein in der Nachsorge einiger ihrer Patienten. Auf der Suche nach einer Lösung stützte sie sich auf die bestehenden Erfahrungen mit einem kommerziell schon seit langem auf dem Markt erhältlichen kontinenten Analbandsystem. Dieses ist gut erprobt für einen Ersatz am natürlichen Darmausgang. In anderen Ländern wurde es bereits für ein Stoma eingesetzt, in Deutschland bisher noch nicht. Das Band wird so unter der Haut um das Stoma gelegt, das es ähnlich wie ein Muskel die Stomaöffnung verschließt. Zum Verschließen wird ein an diesem Band befestigtes Schlauchsystem mit einem Ventil (und Portsystem zur Regulierung) mit Flüssigkeit gefüllt. Auf “Knopfdruck” entweicht die Flüssigkeit aus dem Schlauch, die Stomaöffnung weitet sich und der Stuhl kann kontrolliert ausgeschieden werden.

Wir haben mit Frau Prof. Möslein und Herrn Komorowski, einem ihrer Patienten, über das neue OP-Verfahren gesprochen. (weiterlesen …)

Kategorie: Erfahrungsberichte, Stomatherapie