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Bleibt die Qualität der Stomaversorgung bei Ausschreibungen auf der Strecke?

Das Thema Hilfsmittelausschreibungen sorgt unter Stomaträgern für mehr Fragen als Antworten:

Wird meine Krankenkasse auch von Ausschreibungen gebrauch machen? Wo muss ich dann meine Stomaversorgung bestellen? Bekomme ich meine Beutel noch oder muss ich zu einem anderen Hersteller wechseln? Kommt bei Problemen weiterhin eine Stomatherapeutin zu mir nach Hause?

Der Gesetzgeber hat hier versucht vorzubauen und den neuen Spitzenverband Bund der Krankenkassen beauftragt, einheitliche Rahmenbedingen für die Qualität und Qualitätskontrolle der Beratung und Stomaversorgung zu definieren. Diese Rahmenbedingungen sind von allen Kassen in ihren Ausschreibungen zu berücksichtigen. Womit eine Minimum an Qualität in der Versorgung von Stomaträgern gewährleistet sein sollte.

Leider ist der Bund der Krankenkassen zur Zeit noch nicht in der Lage, diese einheitlichen Qualitätskriterien vorzulegen. Damit steht jeder Krankenkasse frei in ihren Ausschreibungen eigene Vorgaben zu definieren. Um zu verhindern, dass es dabei zu starken Qualitätsunterschieden kommt, bemüht sich der ILCO-Bundesverband darum, dass die Kassen ihre Qualitätskriterien an den Bedürfnissen der Stomaträger ausrichten. Dabei konzentriert sich die ILCO vor allem auf folgende Punkte:

Die aktuelle Situation und die Forderungen der Deutschen ILCO e.V. an die gesetzlichen Krankenkassen verdeutlichen, wie wichtig eine starke Interessenvertretung für Stomaträger ist. Die kommenden Ausschreibungen werden zeigen, ob die Krankenkassen ihr Qualitätskriterien zu Gunsten überzogener Einsparungen oder zu Gunsten der zuverlässigen Versorgung von Stomaträgern definieren werden. Sie sollten sich die Forderungen der ILCO zu eigen machen.