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Stomatherapeuten empfehlen Stoma-Welt.de

01. Februar 2012 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Im Herbst 2011 führte die Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz, Wunde (FgSKW e.V.) gemeinsam mit der Stoma-Welt eine Online-Befragung unter Stomatherapeuten durch. Themen waren die aktuelle berufliche Situation der Pflegeexperten SIW und das Selbsthilfeportal Stoma-Welt.de.

Abbildung: Online-Befragung

Seit mehr als 30 Jahren besteht für Pflegekräfte in Deutschland die kombinierte Weiterbildung in der Stomatherapie und im Wund- und Kontinenzmanagement. Aber wie gut hat sich die Zusatzqualifikation etabliert? Welche Strukturen konnten sich in dieser Zeit entwickeln? Ein Ergebnis: die Hälfte der 260 Teilnehmer der Befragung ist in einer Klinik beschäftigt, rund 35% der Pflegeexperten sind bei HomeCare-Unternehmen angestellt. Lediglich 5% gaben an in einer Rehaklinik zu arbeiten. Was überrascht, da rund 60 Rehakliniken in Deutschland spezielle Therapieschwerpunkte für Stomaträger anbieten.

Interessant ist auch, das nicht jeder in einer Klinik tätige Pflegeexperte seine gesamte Arbeitszeit der Fachqualifikation widmen kann. Rund 30% der Befragten gaben an nur zur Hälfte oder noch weniger der eigenen Arbeitszeit in den Therapiefeldern Stoma, Kontinenz und Wunde zu arbeiten. Daneben werden oft noch allgemeine Pflegetätigkeiten übernommen.

Die Umfrage bestätigt darüber hinaus den Eindruck, dass nach wie vor ein thematisches Ungleichgewicht in den Aufgabefeldern Stomatherapie, Kontinenzmanagement und Wundversorgung besteht. Die Mehrzahl der Pflegeexperten ist vor allem in der Stomatherapie tätig.

Die Internet-Selbsthilfe ist eine hilfreiche Ergänzung zu bestehenden Selbsthilfeangeboten

210 Pflegeexperten beantworteten die Fragen zu Stoma-Welt.de aus dem zweiten Teil der Umfrage. Die Ergebnisse zeigen, dass das Internet als Informationsquelle für Betroffene heute nicht mehr wegzudenken ist. Fast alle Teilnehmer der Befragung kennen die Selbsthilfeangebote der Stoma-Welt oder halten unabhängige Informationen aus dem Netz und den Erfahrungsaustausch über das Internet für wichtig oder sogar sehr wichtig.

Vor allem die Vielseitigkeit des Informationsangebots wird von den Pflegeexperten positiv beurteilt (> 40%). Auch werden die Informationen und der Erfahrungsaustausch als fördernd für die Rehabilitation und Krankheitsverarbeitung bewertet (jeweils 25%). In den individuellen Antworten unterstreichen einzelnen Teilnehmer die Unabhängigkeit des Selbsthilfeangebots und dass gerade das Stoma-Forum eine Alternative für Betroffene bietet, die selbst nicht an Selbsthilfegruppentreffen vor Ort teilnehmen können oder wollen.

80% der Befragten empfehlen die Stoma-Welt ihren Patienten, eine große Bestätigung unserer Selbsthilfearbeit. Wird das Selbsthilfeangebot nicht empfohlen geschieht dies häufig in der Annahme, dass Stomaträger das Medium Internet aufgrund ihres Alters grundsätzlich nicht nutzen. Es ist zwar richtig, dass die Mehrzahl der Betroffenen erst nach dem 60. Lebensjahr ihr Stoma erhalten. Aber lt. aktueller Zahlen aus dem Jahr 2011 sind bereits 57% der über-60-jährigen und fast 25% der über-70-jährigen Deutschen aktive Internetnutzer*. Zahlen, die wir so auch im Stoma-Forum wieder finden.

Quelle: Ergebnisse 1. Onlineumfrage Weiterbildung 10/2011, http://www.fgskw.org//aktuelles/forschungsprojekte/umfragen-und-ergebnisse/ergebnisse-zur-onlineumfrage-weiterbildung.php (abgerufen am 01.02.2012); Hinweis: die detaillierten Umfrageergebnisse können in der Geschäftsstelle der FgSKW angefordert werden
* (N)Onliner-Atlas 2011, interaktiver Chart zur Entwicklung der Internetnutzung nach Altersgruppen, http://www.nonliner-atlas.de/ (abgerufen am 05.01.2012)

Kategorie: Pflegeexperten Stoma, Stomaträger helfen Stomaträgern

Neue Broschüre für Menschen mit Krebs – Wegweiser für Möglichkeiten psychosozialer Unterstützung

30. November 2011 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Hilfestellungen und Wege zur Bewältigung der psychosozialen Belastungen durch eine Krebserkrankung aufzuzeigen, dies ist das Anliegen der nun vorliegenden Broschüre, welche das Haus der Krebs-Selbsthilfe zusammen mit Fachverbänden erarbeitet und herausgegeben hat.

Wegweiser psychosozialer Unterstuetzung bei Krebs

(Bonn) Eine Krebserkrankung, deren Therapie und mögliche Therapiefolgen belasten die betroffenen Menschen im psychischen wie auch sozialen Bereich auf vielfältige Weise. Daraus entstehende und nicht gelöste Probleme können, wenn sie nicht bewältigt werden, zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen. Die Betroffenen benötigen deshalb in allen Bereichen des Versorgungsprozesses eine individuelle und qualifizierte psychosoziale Unterstützung: von der stationären Behandlung über die medizinische Rehabilitation bis in den ambulanten Bereich. Viele Krebskranke wissen nicht, welche Möglichkeiten der psychosozialer Unterstützung es gibt, wo sie diese erhalten und an wen sie sich wenden können.

Diese Lücke möchte die aktuelle Broschüre “Psychosoziale Unterstützung für Menschen mit Krebs – ein Wegweiser” schließen. Sie informiert über die heutigen Möglichkeiten und Angebote an psychosozialer Unterstützung unter Einbeziehung der Angebote der Krebs-Selbsthilfeorganisationen.

Angeregt wurde die Broschüre von den Krebs-Selbsthilfeorganisatione im Haus der Krebs-Selbsthilfe. Diese haben sie gemeinsam mit den Fachverbänden Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (dapo), Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO), Bundesarbeitsgemeinschaft für ambulante psychosoziale Krebsberatung (BAK), Deutsche Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen (DVSG) erarbeitet und herausgegeben. Die Erstellung und unentgeltliche Verteilung ermöglichte die Förderung mit Selbsthilfe-Fördermitteln der DAK – Unternehmen Leben.

Die Broschüre ist erhältlich bei:

Krebs-Selbsthilfeorganisationen im Haus der Krebs-Selbsthilfe
Thomas-Mann-Straße 40
53111 Bonn
Telefon: 0228 33889-0
Fax: 0228 33889-560
E-Mail: info(et)hksh-bonn.de

oder als pdf-Datei zum Download auf der Internetseite der
Frauenselbsthilfe nach Krebs (Symbol pdf-Datei Broschüre direkt öffnen).

Quelle: Pressemitteilung des Haus der Krebsselbsthilfe, unter http://www.hksh-bonn.de/inhalt/aktuelles.html (abgerufen am 30.11.2011)
Bildquelle: Broschüre “Wegweiser für Möglichkeiten psychosozialer Unterstützung”, unter http://www.frauenselbsthilfe.de/orientierungshilfen/medizinisch-pflegerisch/medizinisch-pflegerisch.html (abgerufen am 30.11.2011)

Kategorie: Stomaträger helfen Stomaträgern

Bayerischer ILCO-Tag

31. Oktober 2011 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

35 Jahre ILCO in Bayern – das Jubiläum war sicherlich ein Anstoß. Aber schon beim Blick in das Programm wurde deutlich, hier geht es nicht um gegenseitiges Schulter klopfen. Vielmehr standen die Themen im Vordergrund, die sich die ILCO auf die Fahne geschrieben hat.

Bayerischer ILCO-Tag 2011 - Theater "Alarm im Darm"
Theaterstück “Alarm im Darm”

Bereits der Vormittag war ganz der Vorsorge, Therapie und Nachsorge bei Darmkrebs verschrieben. Wie wichtig dabei vor allem die Darmkrebsvorsorge ist, wurde gleich im ersten Vortrag deutlich. Darmtumore wachsen langsam. Werden sie frühzeitig erkannt ist fast immer eine vollständige Heilung möglich. Das tückische: die Tumore verursachen über lange Zeit kaum Beschwerden. Immer noch gehen zu viele Betroffene erst dann zum Arzt, wenn der Tumor bereits eine gefährliche Größe erreicht hat. Dabei kann mit einem simplen Bluttest und einer Darmspiegelung der Gefahr eines Darmkrebs frühzeitig begegnet werden.

Am Nachmittag stellte sich je ein Vertreter der ILCO, der Sanitätshäuser, der Stomatherapeuten und Krankenkassen der Frage, wie sich die neu eingeführten Pauschalverträge der Krankenkassen auf die Stomaversorgung in Bayern auswirken. In der Podiumsdiskussion wurde deutlich, das sich mit den eingeführten Monatspauschalen zwar der Verwaltungsaufwand auf Seiten der Krankenkassen reduziert hat, aber auch neue Probleme entstanden sind. Mehr Bürokratie und Papierkram auf Seiten der Sanitätshäuser und HomeCare-Unternehmen, Diskussionen über den Verbrauch an Platten und Beuteln bis hin zu zusätzlich zu der gesetzlichen Zuzahlung abverlangten Aufzahlungen bei den Stomaträgern. Das die Situation in der Hilfsmittelversorgung für Stomaträger noch lange nicht überall zufriedenstellend ist, zeigten auch die Reaktionen aus dem Publikum im Verlauf der Diskussion.

Bayerischer ILCO-Tag 2011 - Ausstellung
Die begleitende Ausstellung war gut besucht

Die Pausen zwischen den Programmpunkten boten nicht nur ausreichend Zeit für einen Imbiss, sondern auch zum Austausch untereinander. Die begleitende Ausstellung der Hersteller, Sanitätshäuser und HomeCare-Unternehmen stieß auf reges Interesse. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Stomaprodukte und Dienstleistungen zu informieren.

Und natürlich wurde auch gefeiert. 35 Jahre Selbsthilfearbeit in einem der größten Landesverbände der Deutschen ILCO, dazu gehören viele helfende Hände und viel ehrenamtliches Engagement, was von dem Landesvorsitzenden Rudolf Titz und von Wolfgang Ehrlich, stellvertretender Vorsitzender des ILCO-Bundesverbands, gewürdigt wurde.

Welche Hürden bei der Darmkrebsvorsorge zu nehmen sind zeigte zum Abschluss des Tages das Theaterstück „Alarm im Darm“. Begleitet von zahlreichen Lachern windet sich der Protagonist nach einem Gespräch mit seiner Ehefrau zur Vorsorgeuntersuchung durch, bis er schließlich zur Darmspiegelung auf der Untersuchungspritsche liegt. Ein gelungenes Stück mit viel Witz und deutlichen Worten, an dessen Ende man verinnerlicht hat, worauf es bei der Darmkrebsvorsorge ankommt.

Die Mischung macht’s und diese ist dem Veranstalter des Bayerischen ILCO-Tags gelungen. Bitte mehr davon!

Quelle: eigene Recherche

Kategorie: Stomaträger helfen Stomaträgern, Veranstaltungen

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