mögliche Komplikationen: Hernie (Bruch)
Bei der operativen Anlage des Stoma wurde ein Loch in der Bauchmuskulatur erzeugt, um eine Austrittstelle für den Darm zu schaffen. Man kann sich vorstellen, das dadurch der ganze Bereich um das Stoma herum an Stabilität verliert. Manchmal passiert es, das Darmschlingen in die Bauchwandschichten eintreten. Man spricht dann von einem Bruch bzw. einer (peri- oder parastomalen) Hernie.

- Die deutliche Wölbung der Bauchdecke im Bereich des
Stomas ist ein Symptom für eine Hernie
Zu erkennen ist die Hernie an einer deutliche Wölbung der Bauchdecke in direkter Nähe des Stomas. Im schlimmsten Fall kann eine Hernie Schmerzen verursachen und zur Einklemmung des Darms führen. Hernien entwickeln sich sehr langsam und meist über Monate und Jahre hinweg.
Die Hernie ist die häufigste Komplikation bei einer Stomaanlage. Das Risiko zur Entwicklung einer Hernie liegt bei annähernd 40% aller Stomaträger nach 5 Jahren. Vorbeugen kann man einer Hernie vor allem, indem man das Heben schwerer Lasten vermeidet.
Hat sich bereits ein Bruch gebildet, wird oft das Tragen einer speziell angepassten Bruchbinde empfohlen. Diese Binde stützt den Bauch in Belastungssituationen und beugt einer Ausweitung der Hernie vor.
Behindert der Bruch allerdings die Stomaversorgung, ist er besonders groß oder klemmt den Darm ein, ist eine Operation zur Behebung des Bruchs unverzichtbar. Dabei hat sich die Behandlung der Bruchstellen mit einem nicht resorbierbarem Netz, das in die Muskelschicht im Bereich des Stoma eingepflanzt wird, als sehr hilfreich erwiesen. Das Netz reduziert das Risiko einer erneuten Hernie deutlich.
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· Autor: CL · letzte Aktualisierung am 23. Dezember 2007