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Trinkempfehlungen bei Ileo- oder Urostoma

Wasserglas und Limette, Copyright Fotolia 73625627, Autor Gina Sanders

Bei einem Ileo- oder Urostoma sollten Betroffene auf eine ausreichende Trinkmenge achten. Ausreichend bedeutet, dass eine Urinausscheidung von 1-1,5 Litern am Tag erreicht wird.

Von Juni bis September ist der Flüssigkeitsbedarf aufgrund der sommerlichen Temperaturen besonders hoch. Auf die beliebten eisgekühlten Getränke sollte man in dieser Zeit aber lieber verzichten. Sie führen zu stärkerem Schwitzen und können darüber hinaus auch Magenbeschwerden verursachen. Daher eignen sich in der Sommerzeit warme Getränke und Getränke in Zimmertemperatur besser. Auch sollte man nicht zu viel auf einmal trinken, sondern lieber regelmäßig in kleinen Schlucken.

Woran merkt man, dass der Körper zu wenig Flüssigkeit erhält?

Typische Symptome eines zu hohen Flüssigkeitsverlusts sind z.B.

Auch ein dunkler Urin ist ein Anzeichen für eine zu geringe Flüssigkeitsausscheidung über die Nieren. Der Urin sollte beim Wasserlassen hellgelb sein.

Welche Getränke sind zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts geeignet und welche nicht?

Einige Getränke eignen sich besonders gut zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts. Andere wiederum haben eine urintreibende Wirkung und sind daher nicht geeignet. Außerdem gibt es eine Reihe von Lebensmitteln, die einen sehr hohen Anteil an Wasser besitzen. Diese unterstützen den Wasserhaushalt unseres Körpers ebenfalls.

Besonders gut eignen sich folgende Getränke:

Nicht geeignet sind folgende Getränke:

Folgende Lebensmittel enthalten einen hohen Anteil an Wasser:

Die hier als „nicht geeignet“ aufgeführten Getränke sind damit nicht grundsätzlich verboten. Als Stoma-Betroffener sollte man sich allerdings bewusst sein, dass z.B. zwei Gläser Wein kein Durstlöscher sind. Also lieber im Wechsel ein Glas Mineralwasser und ein Glas Wein.

Wie kann man die empfohlene Trinkmenge erreichen?

Beim Lesen der empfohlenen Trinkmenge fragt sich der eine oder andere vielleicht, wie er überhaupt so viel trinken kann. Ist man es gewohnt, eher wenig zu trinken, fällt die Umstellung im ersten Moment schwer. Aber auch hier gibt es einen Tipp:

Man sollte Getränke immer griffbereit haben. Z.B. immer ein volles Glas Wasser bei der Arbeit im Büro auf dem Schreibtisch stellen. Oder Getränke an den Orten verteilen, an denen man sich im Haus die meiste Zeit aufhält. Man wird dadurch ständig an das Trinken erinnert und greift nach einiger Zeit automatisch zu den Getränken.