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Sport mit Stoma

Körperliche Fitness und Sport ist für viele Stomaträger ein wichtiger Teil ihrer Lebensqualität. Besonders empfehlenswert sind Ausdauersportarten zur Förderung des Herz-Kreislauf-Systems wie Wandern, Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren und Jogging. Aber auch Sportarten wie Kegeln, Tennis und Fußball werden von vielen Stomaträgern ausgeübt. Moderne Stomaversorgungen halten auch auf einem verschwitzten Bauch sicher und zuverlässig.

Das Stoma selbst schränkt die körperliche Leistungsfähigkeit nicht ein. Einige Berufssportler haben auch mit Stoma Höchstleistungen erreicht. Einer der bekanntesten unter ihnen ist der US-Amerikaner Rolf Benirschke, der nach seiner Stomaanlage noch mehrere Jahre erfolgreich in der höchsten American Football Liga spielte und zu den größten Stars seines Teams zählte.

Von Sportarten, bei denen eine hohe Drucksteigerung im Bauchraum entstehen kann, wird allerdings abgeraten. Dazu zählen unter anderem Sportarten mit hartem Körperkontakt wie Boxen, Karate, Judo und Ringen aber auch Gewichtheben und Geräteturnen. Als Folge einer Drucksteigerung im Bauchraum können Komplikationen wie eine Hernie oder ein Prolaps entstehen.

Zusätzlich kann bei sportlichen Aktivitäten eine individuell angepasste Bruch- oder Stomabandage getragen werden. Sie erzeugt bei Belastungen des Bauchs einen Gegendruck und beugt so möglichen Komplikationen vor. Einzelne Hersteller bieten auch Stomabandagen mit so genannten Schutzkappen für das Stoma an, so daß z.B. bei Mannschaftssportarten wie Hand- oder Fußball das Stoma selbst vor Verletzungen geschützt ist.