Danny Kuiper, ein Mann, der gerne große Höhen bezwingt

17. Januar 2021
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Danny ist 44 Jahre alt und lebt in Rhoon, Niederlande. Er litt jahrelang an Colitis Ulcerosa und unterzog sich im Januar 2013 einer Endoskopie. Dabei wurden mehrere Entzündungsherde entdeckt, aber es schien kein Anlass zu Sorge zu bestehen. Weil seine Beschwerden aber weiterhin bestanden, suchte Danny im April erneut einen internistischen Facharzt auf.

Nach einer zweiten Endoskopie erhielt Danny die Diagnose metastasierter Darmkrebs. Daraufhin wurden bei ihm ein Ileostoma sowie ein Urostoma angelegt. Danny akzeptierte diese Tatsache rasch, denn – wie er es ausdrückte – „Wenn du die Wahl hast zwischen einem Leben mit zwei Stomata oder überhaupt keinem Leben, dann fällt dir die Wahl ziemlich leicht.“

Zurück auf seinem Fahrrad…

Danny ist schon immer ein aktiver Radfahrer gewesen. Wenige Monate nach der Operation stieg er wieder zurück auf sein Rad. Als erstes suchte er sich einen neuen Sattel aus, um sich vor Wundscheuern zu schützen. Schnell gewann er die Freude am Radfahren zurück und erkannte, dass er sich rasch erholte.

Mit einigen anderen Partnern betreibt Danny eine Zollabwicklungsfirma im Hafen von Rotterdam. Der vorsitzende Bankexperte des Unternehmens lud Danny ein, am Alpe d’HuZes teilzunehmen. Dies ist ein bekannter Wettbewerb, um zu Spenden für die Krebsforschung und die Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatienten aufzurufen. An einem einzigen Tag fahren, gehen oder rennen 5000 Menschen die 21 Haarnadelkurven des Alpe d’Huez hoch. Das sind mehr als jeweils 1000 Höhenmeter, und die Teilnehmer machen so viele Runden, wie sie können, bis zu 6-mal hintereinander.

Danny nahm diese Herausforderung gerne an und startete sofort mit den Vorbereitungen.

Foto: Danny Kuiper während eins Radrennens

Für einen solchen Event muss man einem harten Trainingsregime folgen. Danny machte viele Kilometer, besonders am Wochenende mit 80-100 km-Touren. Unter der Woche setzte er zusätzlich noch drei Stunden Spinning auf seinen Trainingsplan. Das ließ sich alles recht gut mit seiner Arbeit vereinbaren.

Als er zum ersten Mal teilnahm, schaffte Danny es, den berühmten Berg dreimal hintereinander zu bezwingen. Danach plante er schnell einen zweiten Versuch mit dem Rotterdam Fund Racers Team. Das war 2019, und er schaffte diesmal vier Runden. Er hatte noch immer Energie, aber leider keine Zeit mehr für einen fünften Aufstieg.

Normalerweise hätte er 2020 wieder am Start gestanden, am Donnerstag, den 4. Juni, um genau zu sein. Er hatte sein Ziel für dieses Jahr noch nicht genau definiert, aber er machte ein paar Andeutungen: „Meine Frau kennt mich inzwischen, und sie sagte, dass ich fünf Aufstiege versuchen würde. Ich werde diesmal früher an den Start gehen als letztes Jahr und sicher sein müssen, dass ich genauso stark bin. An einem solchen Tag kann man locker von 12 Stunden Gesamtzeit beim Radfahren ausgehen.“

Leider wurde der Alpe d’HuZes in 2020 wegen des Coronavirus abgesagt, aber Danny plant, 2021 wieder dabei zu sein.

Wie haben sich seine zwei Stomata auf seine Radfahrleistung ausgewirkt?

Wenn er darauf angesprochen wird, wie ihn seine Stomata beim Radfahren behindern, ist Danny resolut. Die Stomata stören ihn kaum, und er fühlt sich in keiner Weise eingeschränkt dadurch. Genug zu trinken, ist immer wichtig – jetzt muss er das besonders im Auge behalten. Was die Radfahrer sonst noch brauchen, wird ihnen von den Versorgungsposten an der Strecke bereitgestellt. Die Gesundheitsversorgung macht das Team, und Danny benötigt hier keine weitere Hilfe. Für seine Beutelwechsel gibt es überall ausreichend Toiletten.

Danny weiß genau, wann er anhalten muss, um sein Material zu wechseln. „Wenn ich anhalten muss, rufe ich ganz laut das Wort ‚Leck‘ in die Gruppe. In der Welt des Radsports, bedeutet das einen platten Reifen, aber seine Radkumpels wissen, dass Danny damit seine Beutel meint. An Renn- und Trainingstagen überprüft er seine Beutel besonders sorgfältig, um sicherzugehen, dass er genug Material dabeihat. Ein Toilettenbesuch dauert nie zu lange, und meist kann er nach wenigen Minuten wieder in den Sattel.

Ein zusätzlicher Anreiz zum Radfahren

Die vielen Banner an der Strecke, vor allem diejenigen in Gedenken an die Menschen, die dieser schrecklichen Erkrankung bereits zum Opfer gefallen sind, machen immer noch großen Eindruck auf Danny. „Dann merke ich immer, wie gut ich aus der Sache rausgekommen bin. Eigentlich denke ich in meinem Alltag gar nicht mehr so viel an die Zeit meiner Erkrankung, weil die Dinge jetzt so gut laufen für mich. Ich komme gut klar und habe keine Beschwerden mehr. Für mich stellt das Leben mit zwei Stomata eigentlich keine Einschränkung dar.“

Das ist eine gute Überleitung zu den Foren, auf denen Danny über Facebook aktiv ist. Dort erfährt er, dass viele andere Stomaträger Probleme mit Undichtigkeiten haben. Diese Erfahrung hat er glücklicherweise nicht gemacht. Der Grund, warum er am Alpe d’HuZes und auch an diesem Interview teilnimmt, ist der, dass er anderen Menschen mit Stoma eine andere Seite der Geschichte zeigen will: „Es ist definitiv nicht unvermeidbar, dass man Probleme mit seinem Stoma hat.“

Danny möchte mit dem Geld, das durch den Event im nächsten Jahr eingenommen wird, seinen Beitrag zu einer Welt leisten, in der Menschen nicht mehr länger an Krebs sterben müssen. Jeder, der Danny hierbei unterstützen möchte, kann bis zu einem Tag vor dem Rennen hier eine Spende leisten: https://www.opgevenisgeenoptie.nl/fundraisers/DannyKuiper3743

Diese Geschichte wurde 2020 zuerst veröffentlicht in der ersten Ausgabe des Welland Netherlands Newsletters Hecht.

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Kategorie: WEGIMED GmbH

 

 

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