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Bayerischer ILCO-Tag

31. Oktober 2011 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

35 Jahre ILCO in Bayern – das Jubiläum war sicherlich ein Anstoß. Aber schon beim Blick in das Programm wurde deutlich, hier geht es nicht um gegenseitiges Schulter klopfen. Vielmehr standen die Themen im Vordergrund, die sich die ILCO auf die Fahne geschrieben hat.

Bayerischer ILCO-Tag 2011 - Theater "Alarm im Darm"
Theaterstück “Alarm im Darm”

Bereits der Vormittag war ganz der Vorsorge, Therapie und Nachsorge bei Darmkrebs verschrieben. Wie wichtig dabei vor allem die Darmkrebsvorsorge ist, wurde gleich im ersten Vortrag deutlich. Darmtumore wachsen langsam. Werden sie frühzeitig erkannt ist fast immer eine vollständige Heilung möglich. Das tückische: die Tumore verursachen über lange Zeit kaum Beschwerden. Immer noch gehen zu viele Betroffene erst dann zum Arzt, wenn der Tumor bereits eine gefährliche Größe erreicht hat. Dabei kann mit einem simplen Bluttest und einer Darmspiegelung der Gefahr eines Darmkrebs frühzeitig begegnet werden.

Am Nachmittag stellte sich je ein Vertreter der ILCO, der Sanitätshäuser, der Stomatherapeuten und Krankenkassen der Frage, wie sich die neu eingeführten Pauschalverträge der Krankenkassen auf die Stomaversorgung in Bayern auswirken. In der Podiumsdiskussion wurde deutlich, das sich mit den eingeführten Monatspauschalen zwar der Verwaltungsaufwand auf Seiten der Krankenkassen reduziert hat, aber auch neue Probleme entstanden sind. Mehr Bürokratie und Papierkram auf Seiten der Sanitätshäuser und HomeCare-Unternehmen, Diskussionen über den Verbrauch an Platten und Beuteln bis hin zu zusätzlich zu der gesetzlichen Zuzahlung abverlangten Aufzahlungen bei den Stomaträgern. Das die Situation in der Hilfsmittelversorgung für Stomaträger noch lange nicht überall zufriedenstellend ist, zeigten auch die Reaktionen aus dem Publikum im Verlauf der Diskussion.

Bayerischer ILCO-Tag 2011 - Ausstellung
Die begleitende Ausstellung war gut besucht

Die Pausen zwischen den Programmpunkten boten nicht nur ausreichend Zeit für einen Imbiss, sondern auch zum Austausch untereinander. Die begleitende Ausstellung der Hersteller, Sanitätshäuser und HomeCare-Unternehmen stieß auf reges Interesse. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Stomaprodukte und Dienstleistungen zu informieren.

Und natürlich wurde auch gefeiert. 35 Jahre Selbsthilfearbeit in einem der größten Landesverbände der Deutschen ILCO, dazu gehören viele helfende Hände und viel ehrenamtliches Engagement, was von dem Landesvorsitzenden Rudolf Titz und von Wolfgang Ehrlich, stellvertretender Vorsitzender des ILCO-Bundesverbands, gewürdigt wurde.

Welche Hürden bei der Darmkrebsvorsorge zu nehmen sind zeigte zum Abschluss des Tages das Theaterstück „Alarm im Darm“. Begleitet von zahlreichen Lachern windet sich der Protagonist nach einem Gespräch mit seiner Ehefrau zur Vorsorgeuntersuchung durch, bis er schließlich zur Darmspiegelung auf der Untersuchungspritsche liegt. Ein gelungenes Stück mit viel Witz und deutlichen Worten, an dessen Ende man verinnerlicht hat, worauf es bei der Darmkrebsvorsorge ankommt.

Die Mischung macht’s und diese ist dem Veranstalter des Bayerischen ILCO-Tags gelungen. Bitte mehr davon!

Quelle: eigene Recherche

Kategorie: Stomaträger helfen Stomaträgern, Veranstaltungen

“Ohne Präimplantationsdiagnostik müssen wir wohl kinderlos bleiben”

30. Oktober 2011 · Autor: Redaktion · Druckversion Druckversion

Sie sitzen eng umschlungen in einem Pankower Restaurant, kichern verliebt. “Hier haben wir im Mai dieses Jahres geheiratet”, sagt Cornelia von Gehlen (30) und strahlt. “Seitdem kommen wir mindestens einmal die Woche hierher.” (… weiter lesen in der BZ-Berlin)

Kategorie: Presseschau

Lehrer im Umgang mit Leben und Sterben

28. Oktober 2011 · Autor: Redaktion · Druckversion Druckversion

Dersum. Josef Mösker schenkt seinem Gegenüber ein warmes Lächeln. Sein Platz ist auf der Eck-Ablage der Küchenbank. An der Wand über ihm hängt ein Holzkreuz. Draußen treibt ein kräftiger Herbstwind tiefgraue Regenwolken über Dersum hinweg. Auf einem Acker versprüht ein Traktor mit Güllefass seine Last. Angelika Mösker schenkt Tee nach. Ihr Mann lächelt unverändert. So nah und doch so fern. Das Schwarz-Weiß-Foto mit seinem Antlitz auf der Küchenbank gibt der Familie Halt. Und Kraft. Kraft, die Josef Mösker selbst am Schluss einfach nicht mehr hatte. Nicht mehr haben konnte. Jahrelang hatte er gegen den Krebs in seinem Körper gekämpft. (… weiter lesen in der Neuen Osnabrücker Zeitung)

Kategorie: Presseschau

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