Selbsthilfevereinigung lädt zu Bundes-Urostomie-Tagung
30. April 2011 · Autor: Redaktion ·
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In der Ludwig-Eckes-Festhalle ist am Wochenende die achte Bundes-Urostomie-Tagung der „Deutschen Ilco“. Ilco ist eine Selbsthilfeorganisation für Menschen mit künstlichem Darmausgang und Darmkrebserkrankte und steht für Ileostomie und Colostomie. Das sind künstliche Dünn- beziehungsweise Dickdarmausgänge. Herbert Reuter ist Sprecher der Region Rheinhessen-Nahe, die 1986 von seiner Frau Marianne ins Leben gerufen wurde, die selbst Stoma-Trägerin ist.
Was passiert bei der Tagung in Nieder-Olm?
Im Mittelpunkt steht die Information um das Leben mit einer Urotomie und Probleme, die auftreten können.
Für wen ist die Tagung geeignet, wer kann kommen?
Diese Tagung richtet sich zunächst an die Urostomisten. Auch die ehrenamtlichen Regional- und Gruppensprecher sind angesprochen, um mehr Information zu haben und besser Auskunft geben zu können. Das Wissen um andere Stomaarten ist wichtig. Weiterhin werden Stomatherapeuten und Pflegepersonal angesprochen. Schließlich ist die Tagung für jeden Interessierten offen.
Wo gibt es überall Regionalgruppen?
In der Region Rheinhessen-Nahe gibt es die Gruppen Mainz, Bingen, Bad Kreuznach, Worms, Nieder-Olm und Nierstein für jüngere Patienten.
Inwiefern hat sich das Leben Ihrer Frau dazu verändert, seit sie Stoma-Trägerin ist?
Wenn man über Krebs zu einem Stoma kommt, lebt man bewusster. Es ist nie sicher, ob die Krankheit besiegt ist oder doch nicht nach Jahren wieder ausbricht. Das Stoma ist natürlich eine Behinderung, mit der man allerdings, unter Berücksichtigung der Gegebenheiten, leben kann. Am Stoma stirbt man nicht. Vieles wird gelassener gesehen, nämlich, dass es wichtigere Sachen im Leben gibt, so die Gesundheit.
Was wollen Sie Betroffenen mit auf den Weg geben?
Die Anlage eines Stomas ist ein entscheidender Eingriff. Das Leben ist nicht mehr so, wie es vorher war. Das muss der Patient verarbeiten. Viele verkriechen sich oder kapseln sich ab. Der Appell an diese Personen ist klar und deutlich: Nehmen Sie Kontakt mit einer Selbsthilfegruppe auf. Das Leben wird einfacher, weil hier Mitbetroffenheit und Kompetenz vorhanden sind. Die meisten Probleme sind bekannt und somit kann recht schnell geholfen werden. Das Gespräch findet auf Augenhöhe statt. Über dieses „sich Auskotzen“ findet der Neubetroffene wesentlich schneller zum normalen Leben zurück. (… den gesamten Artikel in der Allgemeinen Zeitung lesen)
Quelle: Allgemeine Zeitung, Abruf vom 30.04.2011
Kategorie: Stoma-Presseschau




