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Stomaträger und Rekord-Bergsteiger

31. Januar 2011 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Dem Extremsportler Rob Hill gelang im vergangenen Jahr der „Seven Summit“, die Besteigung des jeweils höchsten Berges aller sieben Kontinente. Das er selbst Stomaträger ist, war für ihn kein Hindernis.

Rob Hill, Stomaträger und Bergsteiger

Das Jahr 1994 brachte dem damals 23-jährigen Rob Hill den größten Einschnitt in seinem Leben. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Freizeit-Athlet und Marathonläufer nie ernsthaft krank. Doch plötzlich plagten ihn starke Schmerzen und immer wieder Durchfälle. Die Diagnose: Morbus Crohn. Eine chronische Erkrankung, die sich vor allem im Dünndarm austobt.

Rob verlor immer mehr an Gewicht, wog zuletzt nur noch 53kg. Der Crohn hatte ihn voll im Griff. Nach eineinhalb Jahren Krankheit war klar, sein Dickdarm ist zu stark entzündet um mit Medikamenten ausreichend helfen zu können. Der entzündete Darm muss entfernt werden. Seitdem lebt Rob mit einem Ileostoma.

Bereits kurz nach seiner Operation startete der Kanadier bei einem Marathonlauf. Bemerkenswert wenn man bedenkt, das er noch wenige Monate zuvor durch seine Erkrankung zu geschwächt war um die Treppe in seinem eigenen Haus alleine nach oben zu gehen. Zurück zu seiner alten Stärke und Fitness zu finden, das wurde für ihn zur ganz persönlichen Herausforderung.

Seven Summits

Die sieben Gipfel aller Kontinente zu besteigen gilt als besondere Herausforderung. Seit der Veröffentlichung der Liste der „Seven Summits“ in den frühen 80′er Jahren ist dieser Rekord bisher weniger als 250 Bergsteigern gelungen. Als Rob Hill den Mount Everest bestieg, für ihn der letzte der sieben Gipfel auf seiner Liste, war er einer von nur 15 Kanadiern, die diese Herausforderung überhaupt schafften. Und er stand auf dem Dach der Welt als der erste Stomaträger, der diese enorme Leistung vollbrachte.

Rob stellt sich den höchsten Bergen der Welt nicht ohne Grund. Mit seinen sportlichen Erfolgen möchte er auf die Situation von Stomaträgern und Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) aufmerksam machen. Er gründete die Organisation IDEAS, die sich mit Informationskampagnen und Aufklärungsarbeit für Betroffene in Kanada einsetzt. Derzeit unterstützt die Organisation drei junge an CED erkrankte Frauen auf ihrer Trekking-Tour durch Südamerika, deren Erlebnisse online und als Film veröffentlicht werden. Eine Aktion, die gerade jungen Betroffenen Mut machen soll.

Robs Gipfelbesteigungen – Chronologie

  • Juni 2002, Elbrus, 5.642m, Rußland/Georgien, Europa
  • Oktober 2003, Kibo, 5.895m, Tansania, Afrika
  • Januar 2004, Aconcagua, 6.962m, Argentinien, Südamerika
  • Juni 2005, Denali/McKinley, 6.194m, Alaska, North America
  • Januar 2006, Vinson Massiv, 4.892m, Antarktis
  • April 2007, Carstensz-Pyramiden, 4.884m, Indonesien, Ozeanien
  • Mai 2010, Mount Everest, 8.848m, an der Grenze von Nepal und Tibet, Asien

Quellen: IOABlog (bei Veröffentlichung offline), nogutsknowglory.com/
Bildquelle: nogutsknowglory.com/

Kategorie: Erfahrungsberichte, Stomaträger helfen Stomaträgern

DVET und ECET vereinigen sich zur Fachgesellschaft FgSKW

25. Januar 2011 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Pflegeexperten Stoma+Inkontinenz+Wunde vereinigen die Berufsverbände DVET e.V. und ECET – Deutschland e.V. zur neuen Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz und Wunde (FgSKW).

neue Fachgesellschaft FgSKW

Wenn Stomaträger untereinander ihre Erfahrungen austauschen, sieht man gelegentlich fragende Gesichter. Die Betroffenen berichten von ihren Stomaberatern, Stomaschwestern, Stomatherapeuten, Pflegeexperten, Hilfsmittelberatern … und alle haben sie irgendwie etwas mit Stomatherapie zu tun. Aber welche Qualifikation steckt hinter den einzelnen Berufsbezeichnungen? Wessen Fachwissen basiert vor allem auf Praxiserfahrung und wer hat zusätzlich eine tiefer gehende theoretische Weiterbildung?

Noch schwerer verständlich wurde es, wenn sie fest stellten, dass es auch noch zwei Fachverbände gibt, den DVET Fachverband und den ECET – Deutschland e.V. Beide vertraten bisher Pflegekräfte, die in der Stomatherapie, in der Wund- und Inkontinenzversorgung tätig sind. Beide haben ihre eigene Geschichte, verfolgten aber vergleichbare Ziele. Zumindest in diesem Punkt hat die Verwunderung unter Stomaträgern nun ein Ende. Die Mitglieder der Fachverbände besiegelten im Herbst letzten Jahres den Zusammenschluss beider Organisationen. Aus ihnen geht die neue Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz und Wunde (kurz: FgSKW) hervor.

Schon in der Vergangenheit arbeiteten beide Fachverbände oft zusammen. Um eine definierte und fundierte Qualifikation für den eigenen Berufsstand durchzusetzen, entwickelten sie in Kooperation mit den Weiterbildungsinstituten und dem DBfK die Weiterbildungen zum „Pflegeexperten Stoma, Inkontinenz, Wunde“. Die berufsbegleitende Weiterbildung für Gesundheits-, Kranken- und Altenpfleger, die heute rund 750 Theoriestunden plus Praktika beinhaltet, startete im Jahr 1978 in Düsseldorf und wurde seitdem beständig erweitert und ausgebaut.

Und gerade diese Weiterbildung erfährt im Moment eine große fachliche Anerkennung. Möchte sich eine Klinik zum Darmkrebszentrum zertifizieren lassen, müssen dort nachweislich Pflegeexperten mit einer anerkannten Weiterbildung nach den Kriterien der Fachgesellschaft die fachliche Verantwortung in der Stomatherapie tragen. Und zunehmend fordern auch Krankenkassen in ihren Verträgen mit Leistungserbringern (Sanitätshäuser, HomeCare-Unternehmen) ausdrücklich genau diese Qualifikation bei den dort beschäftigten Mitarbeitern. Insgesamt eine Entwicklung, die der Weiterbildung einen Boom beschert und den sieben Weiterbildungsinstituten in Deutschland volle Kurse.

Was die FgSKW betrifft wächst hier zusammen, was zusammen gehört. Gemeinsam eröffnen sich neue Wege, die hohe Fachqualifikation in der Stomatherapie weiter zu etablieren, Leitlinien und Standards zu entwickeln. Ein wünschenswerter Verlauf, hin zu einer besseren Betreuung von Stomaträgern. Denn heute stehen immer noch zu viele Betroffene nach ihrer Operation alleine da und müssen irgendwie zurecht kommen. Auch wenn es noch ein langer Weg ist auf dem einige Hürden genommen werden müssen, bis allen Stomaträgern ein kompetenter Pflegeexperte zur Seite steht.

Kategorie: Pflegeexperten Stoma

Stoma-Welt.de startet eigenen YouTube-Kanal

20. Januar 2011 · Autor: CL · Druckversion Druckversion

Im neuen Jahr melden wir uns direkt mit einer Meldung in eigener Sache: Stoma-Welt.de startet mit einem eigenen YouTube-Kanal und stellt damit zum ersten Mal Videos für Stomaträger zusammen.

Stoma-Welt startet YouTube-Kanal

Das Internet ist eine Fundgrube für Kurzfilme aller Art. Ob Erfahrungsberichte, Dokumentationen, Interviews, das Netz ist voller bewegter Bilder. Wer etwas Zeit mitbringt stößt auf Videos und „Clips“ zu allen möglichen Themen, die aber selten den Sprung bis ins Fernsehprogramm schaffen.

YouTube ist weltweit die populärste Plattform um Filmbeiträge im Netz zu veröffentlichen. Neben Privatpersonen nutzen auch viele Unternehmen und Organisationen den Video-Dienst. Täglich werden unzählige Clips abgerufen. Auch wer sich mit dem Thema Stoma beschäftigt wird hier fündig. Berichten Stomaträger auf YouTube über das, was sie ganz persönlich beschäftigt, klären Fachärzte und Selbsthilfe allgemein über Erkrankungen, Operation und das Leben mit einem Stoma auf.

Mit unserem YouTube-Kanal stellen wir erstmals ein ganz eigenes Video-Programm für Stomaträger zusammen. Regelmäßig um neue Clips ergänzt bieten wir euch zum Start Videos und komplette Playlists zu den Themen Darmkrebs & Stoma, zur Stomaversorgung, Filmbeiträge von Stomaträgern und mehr. Besucht uns auf YouTube unter www.youtube.de/user/StomaWelt.

Kategorie: Neues aus der Stoma-Welt

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